BASF Aktie: Transformationskurs läuft

BASF installiert eine der weltweit größten industriellen Wärmepumpen und senkt Kosten um 1,7 Milliarden Euro. Der Konzern setzt seinen Umbau trotz Währungsrisiken konsequent fort.

Die Kernpunkte:
  • Neue Wärmepumpe spart 100.000 Tonnen CO₂ jährlich
  • Kostensenkungsprogramm übertrifft eigene Ziele deutlich
  • Verkauf der Coatings-Sparte bringt 5,8 Milliarden Euro
  • Aktienrückkauf und Agrar-Börsengang geplant

95 Tonnen Stahl per Schiff von Schwedt an der Oder nach Ludwigshafen — der Einbau des Kernstücks einer der leistungsfähigsten industriellen Wärmepumpen weltweit zeigt: BASF treibt seinen Umbaukurs trotz makroökonomischem Gegenwind planmäßig voran.

Grünstrom statt Erdgas am Steamcracker

Am 8. April lieferte BASF den sogenannten Plattenfallfilmverdampfer per Schwertransport an die Baustelle am Stammwerk. Das 16 Meter lange Anlagenteil, konstruiert vom österreichischen Projektpartner GIG Karasek, übernimmt in der Wärmepumpe eine Schlüsselrolle: Es erzeugt sauerstofffreien Dampf, der direkt in der Ameisensäureproduktion eingesetzt werden soll.

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Die fertige Anlage soll ab Mitte 2027 jährlich bis zu 500.000 Tonnen CO₂-freien Dampf erzeugen — gespeist aus Abwärme eines Steamcrackers und Grünstrom. Das entspricht einer Vermeidung von rund 100.000 Tonnen CO₂ pro Jahr, also bis zu 98 Prozent der bisher anfallenden Emissionen in diesem Produktionsbereich. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit bis zu 310 Millionen Euro über das Programm „Carbon Contracts for Difference“.

Umbau auf mehreren Ebenen

Das Wärmepumpenprojekt ist nur ein Baustein eines umfassenderen Konzernumbaus. Das laufende Sparprogramm hat die Kosten bereits um 1,7 Milliarden Euro gesenkt — 100 Millionen Euro über dem eigenen Ziel. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Einsparungen auf 2,3 Milliarden Euro steigen.

Zusätzliche Liquidität kommt aus dem Verkauf der Coatings-Sparte an Carlyle, der im zweiten Quartal rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern einbringen soll. Beim laufenden Aktienrückkaufprogramm hatte BASF bis Mitte März bereits 789 Millionen Euro investiert, von insgesamt bis zu 1,5 Milliarden Euro bis Juni 2026.

Auf der Hauptversammlung am 30. April in Mannheim stimmen die Aktionäre zudem über die formelle Ausgliederung des Agricultural-Solutions-Geschäfts ab — ein vorbereitender Schritt für den geplanten Börsengang der Agrarsparte an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der schwache US-Dollar bleibt das größte kurzfristige Risiko: Allein im ersten Quartal könnte der Währungseffekt das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Die BASF-Aktie notiert mit einem Plus von knapp 15 Prozent seit Jahresbeginn nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 52,78 Euro — der Markt honoriert den Umbaukurs bislang.

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