BASF Aktie: Umbau läuft
BASF bündelt Finanz- und HR-Dienstleistungen in Indien und erhält positive Signale von Goldman Sachs, die das Kursziel deutlich anheben. Die Aktie notiert nahe dem Jahreshöchst.

- Neustrukturierung der globalen Service-Einheiten
- Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 62 Euro
- Aktienkurs mit starkem Plus von 15,66%
- Politische Reaktionen auf Verlagerungspläne
BASF zieht an zwei Stellschrauben zugleich: Der Konzern ordnet seine globalen Service-Einheiten neu und bekommt Rückenwind von Analysten. Im Kern geht es um Effizienz, Standardisierung und niedrigere Kosten – ein Thema, das bei Chemieunternehmen in einem schwankenden Konjunkturumfeld besonders zählt. Wie groß der Effekt ausfallen kann, wird auch davon abhängen, wie reibungslos der Umbau an den Standorten gelingt.
Global Business Services: Indien und Malaysia im Zentrum
Heute, am Mittwoch, kündigte BASF die Weiterentwicklung der Organisation seiner „Global Business Services“ (GBS) an. Das Ziel: die langfristige Kostenwettbewerbsfähigkeit sichern und gleichzeitig die internen Services für die weltweiten Geschäftsbereiche verbessern.
Konkret plant BASF:
– Finanz- und HR-Dienstleistungen in einem neuen globalen Hub in Indien zu bündeln
– Supply-Chain-Services im bestehenden Hub in Kuala Lumpur (Malaysia) zu konsolidieren
– regionale und lokale Aufgaben weiter über Standorte wie Berlin, Kuala Lumpur und Montevideo abzuwickeln
Der Schritt ist Teil einer breiter angelegten Transformation, bei der Standardisierung und Automatisierung stärker in den Vordergrund rücken sollen.
In Berlin sorgt die angekündigte Verlagerung bereits für politische Reaktionen. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner äußerte sich besorgt und stellte Gespräche mit Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern in Aussicht. Wie viele der rund 2.800 Stellen in der Berliner GBS-Einheit betroffen sein könnten, ließ BASF offen.
Analysten: Goldman hebt Kursziel deutlich an
Zusätzlichen Rückenwind lieferte bereits am Dienstag Goldman Sachs. Die Investmentbank hob das Kursziel für die BASF-Aktie von 48 auf 62 Euro an und bestätigte „Buy“. Als Begründung nannte Analystin Georgina Fraser erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Belebung, die das Umfeld für die europäische Chemiebranche verbessern könnte.
Auch Bernstein Research blieb positiv und bestätigte „Outperform“ mit einem Kursziel von 53 Euro.
Dass die Aktie zuletzt freundlich tendiert, passt ins Bild: Der Schlusskurs liegt heute bei 51,78 Euro. Auf 30 Tage summiert sich das Plus auf 15,66% – und das Papier notiert damit nur noch rund 4,08% unter dem 52‑Wochen‑Hoch (53,98 Euro).
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Strategischer Schritt: Neuordnung der Global Business Services (11.02.2026)
- Geplante Struktur: Finance & HR nach Indien, Supply Chain nach Kuala Lumpur
- Politische Reaktion: Berlin kündigt Gespräche wegen möglicher Standortfolgen an
- Goldman Sachs: Kursziel 62 Euro (zuvor 48), Rating „Buy“ bestätigt (10.02.2026)
- Bernstein Research: „Outperform“, Kursziel 53 Euro bestätigt
- Nächster Termin: Geschäftsbericht 2025 am 27.02.2026
Unterm Strich verbindet BASF operative Kostendisziplin mit der Hoffnung auf ein besseres Branchenumfeld. Spätestens am 27. Februar 2026 liefert der Geschäftsbericht für 2025 den nächsten konkreten Ankerpunkt, an dem der Markt die Fortschritte und die Ausgangslage für das laufende Jahr neu einordnen dürfte.
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