BASF: Carlyle-Deal im Q2 2026 fällig

BASF treibt Restrukturierung voran: Verkauf der Lacksparte für 5,8 Mrd. Euro und geplanter Börsengang der Agrarsparte stehen an.

Die Kernpunkte:
  • Verkauf der Lacksparte an Carlyle
  • Milliardenerlös von 5,8 Mrd. Euro
  • Aktienrückkaufprogramm schreitet voran
  • Preiserhöhungen für Reinigungsprodukte

Auf dem Papier sieht es glänzend aus: Die BASF-Aktie notiert mit gut 54 Euro nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und verbucht seit Jahresbeginn ein Plus von über 21 Prozent. Im operativen Geschäft kämpft der Chemiekonzern derweil mit einer schwachen Nachfrage. Um gegenzusteuern, treibt das Management den Konzernumbau in hohem Tempo voran.

Milliarden aus dem Lackgeschäft

Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen erwartet BASF im laufenden Quartal den Verkauf seiner Automotive-Lacksparte an den Finanzinvestor Carlyle. Die Transaktion spült voraussichtlich 5,8 Milliarden Euro vor Steuern in die Kassen. BASF behält künftig eine Minderheitsbeteiligung von 40 Prozent an der neuen Gesellschaft, die nach dem Closing von Jens Luehring geführt wird.

Der Mittelzufluss stützt direkt die laufende Kapitalrückführung. Ein aktuelles Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro schreitet planmäßig voran. Bis Mitte April erwarb der Konzern bereits knapp 19,5 Millionen eigene Anteile.

Abspaltung und operative Hürden

Am 30. April treffen strategische Weichenstellungen auf harte Geschäftszahlen. Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über die Überführung der Agrarsparte in eine eigenständige Tochtergesellschaft ab. Dieser formelle Schritt gilt als Voraussetzung für einen geplanten Börsengang im Jahr 2027.

Parallel dazu legt das Management den Bericht zum ersten Quartal vor. Hier zeigt sich, wie stark die schwache europäische Automobil- und Baunachfrage das Ergebnis belastet. Die ausgegebene Jahresprognose für das operative Ergebnis liegt mit maximal sieben Milliarden Euro unter den Erwartungen der Analysten.

Um Margendruck und Währungseffekte abzufedern, greift der Konzern zu drastischen Mitteln. Für Haushalts- und Industriereinigungsprodukte in Europa kündigte BASF Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent an. Hohe Logistikkosten und volatile Rohstoffpreise machen diesen Schritt aus Sicht des Unternehmens unumgänglich.

Die anstehenden Quartalszahlen am Donnerstag liefern den ersten echten Härtetest für das laufende Jahr. Fällt das operative Ergebnis besser aus als die verhaltene Prognose suggeriert, könnte die Aktie den Ausbruch über das jüngste Verlaufshoch schaffen.

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