BASF mit Gewinnsteigerung, aber reicht das?

Insgesamt konnte der Chemiekonzern BASF im zweiten Quartal dieses Geschäftsjahres den operativen Gewinn leicht steigern. Allerdings lag dieser Zuwachs im Endeffekt unter den Erwartungen.

 

© BASF
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Insgesamt stieg das bereinigte operative Ergebnis um 2% auf rund 2 Mrd. Euro. Ursächlich hierfür war hauptsächlich der Beitrag der Sparte Functional Material & Solutions, welcher deutlich höher ausfiel. Gleichfalls wirkten niedrigere Aufwendungen im Bereich Sonstige.

 

BASF mit leichter Umsatzsteigerung

Der Absatz bei BASF lag im 2. Quartal um 2% über dem des Vorjahresquartals. Insbesondere ein starker Anstieg der Mengen bei Öl und Gas wirkten hier positiv. Durch die deutlich niedrigeren Ölpreise war jedoch eine rückläufige Entwicklung der Preise insgesamt zu verzeichnen.

Damit lagen die Konzernerlöse von BASF bei 19,1 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 3% entspricht. Der Markt hatte hier im Vorfeld weniger erwartet.

 

Prognose wurde bestätigt

Die bisher gemachte Prognose wurde vom Vorstand beibehalten. Dieser rechnet mit weiterhin unsicheren Rahmenbedingungen. Insgesamt rechnet BASF mit einem etwas schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft und auch der weltweiten Industrie- und Chemieproduktion als noch vor einem halben Jahr.

Insofern geht man weiterhin von einem leicht steigenden Umsatz aus. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis wird auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

 

Aktie mit leichter Erholung

Anfang Juli konnte die Aktie von BASF den seit Mitte April anhaltenden Abwärtstrend erst einmal beenden. Von 75,28 Euro ging es bis auf 85,87 Euro aufwärts, ehe es wieder zu leichten Abschlägen kam.

Grund für diese Gegenbewegung war zum größten Teil die Nachricht, dass BASF einen eigenen eCommerce-Shop auf der chinesischen Online-Plattform Alibaba eröffnen will. Damit wird ein völlig neuer Vertriebsweg erschlossen, was der Markt entsprechend honorierte.

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Über die Auswirkung dieser Strategie auf die Geschäftszahlen kann man bisher jedoch nur mutmaßen. Hier muss abgewartet werden. Aktuell liegen die Papiere knapp unter der gleitenden 50-Tage-Linie, jedoch deutlich unter der gleitenden 100-Tage-Linie. Für uns bleibt BASF eine Halten-Empfehlung.

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