BASF profitiert von Tochter Wintershall

BASF hat Zahlen zum zweiten Quartal gemeldet und unerwartet weniger verdient als im Vorjahr. Gerettet wurden die Ludwigshafener dabei von ihrer Tochter Wintershall. Denn sie bewahrte den Chemiekonzern vor einem rückläufigen Ebit.

Zwei Seiten der Medaille

Auf der einen Seite hat es BASF versäumt, höhere Rohstoffkosten zeitnah an seine Kunden weiterzugeben.  Was zur Folge hatte, dass man ein schlechteres Ergebnis im Chemiegeschäft einfuhr.  Auf der anderen Seite profitierte man allerdings vom gut laufenden Geschäft im Öl- und Gasbereich. Denn durch die kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise und höhere Verkaufsmengen hat sich das operative Quartalsergebnis bei der Kasseler Tochter Wintershall im Jahresvergleich mehr als verdoppelt.

Im zweiten Quartal erwirtschaftete das DAX-Unternehmen einen Umsatz von knapp 16,8 Milliarden Euro und damit 3 % mehr als noch im vergangenen Jahr. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um 5 % auf 2,4 Milliarden Euro. Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF somit rund 1,5 Milliarden Euro, was fast dem Vorjahreswert entsprach. Aktionäre zeigten sich allerdings enttäuscht und straften den Wert ab.

Im Handel büßten die BASF-Anteile am DAX-Handelsende 2,69 % auf 82,34 Euro ein, während Covestro zeitweise die Spitze des DAX erklomm. Die Papiere kletterten bei fast 83 Euro auf den höchsten Stand seit vier Monaten.

BASF bestätigt Jahresziel

Zwar hat der neue Boss, Martin Brudermüller, die Ziele für 2018 bestätigt, aber er warnt vor den Risiken durch die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie den USA und Europa. Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn bei BASF um bis zu 10 % über dem Vorjahreswert von 8,3 Milliarden Euro liegen.

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