BASF, Siemens und Co.: Profitieren DAX-Konzerne von Iran-Deal?

Viele Jahre haben die fünf Veto-Mächte der UNO und Deutschland mit dem Iran verhandelt. Nun endlich steht der Deal. Das Land hat zugestimmt, große Mengen angereichertes Uran und Zentrifugen zu zerstören und gleichzeitig sein laufendes Atomprogramm kontrollieren zu lassen. Im Gegenzug will die internationale Gemeinschaft die Sanktionen gegen den Iran aufheben.

 

© Iran
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Politisch gesehen ist der Deal durchaus eine Sensation, aber auch die wirtschaftliche Bedeutung ist immens. So erhofft sich Teheran von der Aufhebung der Sanktion Wachstum und Anbindung an die internationalen Märkte. Aber auch für den Rest der Welt öffnet sich mit dem Iran ein großer und aufstrebender Markt. Schon jetzt scheinen die Unternehmen Schlange zu stehen – auch in Deutschland freut man sich auf den „neuen“ Handelspartner.

 

Iran: Nachfrage nach bestimmten Produkten dürfte sehr groß sein

Deutschland ist wohl fast überall in der Welt ein gerngesehener Handelspartner und auch im Iran schätzt man das deutsche Know-how. Mehrere Experten gehen davon aus, dass es im Iran großen Nachholbedarf gibt bei der Modernisierung der Ölindustrie und in vielen anderen Bereichen. So können sich zum Beispiel die Automobil- und die Chemiebranche auf einen hungrigen Markt freuen.

Für die deutschen Unternehmen bedeutet das zunächst, dass man sich lukrative Geschäfte erhofft. Vor allem die Maschinenbauer dürften Aufträge an Land ziehen können, aber auch die Chemiekonzerne wie BASF oder Bayer stehen bereit. Andere DAX-Größen wie Siemens sind wohl ebenfalls zur Stelle wenn es um Aufträge für die Modernisierung der Ölindustrie geht.

 

DAX-Konzerne (noch) nicht im Iran-Fieber

Derzeit tritt die deutsche Wirtschaft beim Thema Iran noch auf die Bremse. Schließlich müssen die Sanktionen zunächst tatsächlich aufgehoben werden, die Einigung muss zur Realität werden. Bis dahin werden wohl keine Jubelschreie von DAX-Unternehmen zu vernehmen sein.

Fest steht aber auch: Sobald der rechtliche Rahmen steht, dürfte ein sattes Buffet eröffnet werden, an dem die deutschen Unternehmen bestimmt nicht zuletzt an die Reihe kommen. Das Potenzial für Exporte aus Deutschland in den Iran ist sehr groß, nicht umsonst wird Wirtschaftsminister Gabriel noch im Juli nach Teheran reisen.

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