Basler Aktie: Prognose auf 290 Millionen Euro angehoben

Basler korrigiert Ziele nach starkem Halbjahr nach oben: Umsatz von bis zu 290 Mio. Euro und EBIT-Marge bis 14,5 Prozent erwartet.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose auf 290 Mio. Euro angehoben
  • EBIT-Marge auf bis zu 14,5 Prozent erhöht
  • Auftragseingang wächst um 59 Prozent
  • Analysten stufen Aktie auf Kaufen hoch

Die Basler AG hat am Dienstag ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 signifikant angehoben. Der Spezialist für Bildverarbeitung reagiert damit auf eine unerwartet starke Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten. Das Unternehmen peilt nun einen Jahresumsatz in der Spanne von 270 bis 290 Millionen Euro an, nachdem zuvor lediglich mit 247 bis 270 Millionen Euro gerechnet worden war. Auch bei der Profitabilität zeigt sich der Vorstand wesentlich optimistischer: Die erwartete EBIT-Marge wurde von zuvor 9,5 bis 13,0 Prozent auf nunmehr 12,5 bis 14,5 Prozent hochgeschraubt.

Starke Halbjahresbilanz beflügelt Erwartungen

Hinter der Zuversicht stehen glänzende Zahlen für das erste Halbjahr. Der Auftragseingang schoss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 59 Prozent auf 180,0 Millionen Euro empor. Gleichzeitig steigerte Basler den Umsatz um 36 Prozent auf 152,4 Millionen Euro. Besonders deutlich fiel der Sprung beim operativen Ergebnis (EBIT) aus, das mit 31,1 Millionen Euro den Vorjahreswert von 8,6 Millionen Euro massiv übertraf. Die operative Marge erreichte in den ersten sechs Monaten sogar einen Wert von 20,4 Prozent.

Diese dynamische Erholung spiegelt sich auch im Gewinn je Aktie wider, der von 0,21 Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,77 Euro kletterte. Zudem verbesserte sich der Free Cashflow deutlich auf 12,9 Millionen Euro. Diese positive fundamentale Entwicklung begleitete die Rückkehr des Unternehmens in den SDAX, die bereits im Juni vollzogen wurde. Medienberichten zufolge unterstreicht dieser Aufstieg die gewachsene Bedeutung des Unternehmens am Kapitalmarkt nach einer Phase der Restrukturierung.

Lieferengpässe durch Erdbeben in Japan möglich

Trotz der angehobenen Prognose sieht sich Basler kurzfristigen operativen Herausforderungen gegenüber. Ein schweres Erdbeben in der japanischen Region Kumamoto am 28. Juli hat die Produktion beim Hauptlieferanten für Bildsensoren, Sony, vorübergehend zum Erliegen gebracht. Basler informierte am Dienstag darüber, dass die eigenen Sicherheitsbestände an Sensoren weitgehend aufgebraucht seien. Das Unternehmen stellt sich daher auf erhebliche Einschränkungen bis Mitte August ein.

Diese Unterbrechungen in der Lieferkette werden voraussichtlich die Produktionsmengen in den Monaten September und Oktober belasten. Dass die Prognose dennoch angehoben wurde, deutet auf ein sehr starkes Polster aus dem bisherigen Jahresverlauf hin. Dennoch mahnt das Management zur Vorsicht bezüglich der kurzfristigen Lieferfähigkeit, da Sony als zentraler Partner für die Ausstattung der Basler-Kameras gilt.

Analysten sehen nach Kursrücksetzer Einstiegschance

Die Analysten von Warburg Research reagierten prompt auf die neuen Daten. Am Mittwoch stufte das Analysehaus die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel leicht von 30 auf 31 Euro. Die Experten begründeten diesen Schritt mit der starken operativen Dynamik und der Einschätzung, dass der jüngste Kursrückgang seit den Höchstständen im Juni eine attraktive Kaufgelegenheit darstelle.

Obwohl der Wert seit Jahresbeginn bereits ein Plus von 55,44 % verzeichnet hat, liegt der Schlusskurs vom Freitag mit 24,00 € deutlich unter den Bestmarken des Sommers. Zum 52-Wochen-Hoch bei 31,95 € besteht aktuell ein Abstand von 24,88 %. Marktbeobachter werten die Erhöhung der Zielvorgaben trotz der Japan-Risiken als Signal der inneren Stärke. Während institutionelle Anleger wie die DWS Investment GmbH im Juli ihre Stimmrechtsanteile auf 3,18 Prozent aufstockten, richten sich die Blicke der Marktteilnehmer nun darauf, wie schnell Sony die Sensor-Produktion wieder vollständig hochfahren kann, um die hohe Auftragsdynamik von Basler nicht dauerhaft auszubremsen.

Anzeige

Basler-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Basler-Analyse vom 8. August liefert die Antwort:

Die neusten Basler-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Basler-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Basler: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Basler