Bayer Aktie: 32,5 Milliarden Euro Nettofinanzverschuldung
Bayer-Aktie erreicht neues Mehrjahreshoch, während Schulden auf 32,5 Milliarden Euro steigen und der Cashflow negativ bleibt.

- Aktie erreicht neues Mehrjahreshoch
- Monatsplus von rund 50 Prozent
- Nettofinanzverschuldung steigt auf 32,5 Milliarden
- Freier Cashflow bricht auf minus 2,3 Milliarden ein
Starke Nachfrage, schwache Bilanzen. Bei Bayer klaffen Börsenstimmung und finanzielle Realität derzeit weit auseinander. Der Kurs feiert ein bemerkenswertes Comeback. Parallel dazu kämpft der Konzern mit milliardenschweren Altlasten.
Höhenflug auf dem Kurszettel
Die Papiere erreichten Anfang Juli mit gut 53 Euro ein frisches Mehrjahreshoch. Damit hat sich der Wert seit seinem Tiefpunkt massiv erholt. Allein im vergangenen Monat verzeichnete der Titel ein Plus von rund 50 Prozent.
Ein früher Einstieg zahlte sich enorm aus. Wer vor einem Jahr investierte, blickt heute auf einen Kursgewinn von über 100 Prozent. Die jüngste juristische Entlastung im Glyphosat-Komplex treibt die Kauflaune an.
Milliardenabfluss belastet die Kasse
Abseits des Börsenparketts sieht die Lage deutlich nüchterner aus. Die Nettofinanzverschuldung stieg bis Ende März auf 32,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahresende.
Ursache dafür ist ein stark negativer Barmittelzufluss. Der freie Cashflow brach im ersten Quartal auf minus 2,3 Milliarden Euro ein. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 1,5 Milliarden Euro.
Haupttreiber sind anhaltende Zahlungen für Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat und PCB. Diese Vergleiche kosteten Bayer allein in diesem Zeitraum rund zwei Milliarden Euro.
Keine schnelle Besserung in Sicht
Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit weiteren Belastungen. Finanzvorstand Wolfgang Nickl hält an seiner Prognose fest. Der freie Cashflow soll 2026 zwischen minus 1,5 und minus 2,5 Milliarden Euro landen.
Der Konzern plant darin bereits Zahlungen für juristische Altlasten von etwa fünf Milliarden Euro ein. Zum Jahresende kalkuliert Bayer weiterhin mit einem Schuldenberg von 32 bis 33 Milliarden Euro.
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