Bayer Aktie: 5-Milliarden-Dollar-Anleihe platziert
Bayer steigert Umsatz und bereinigtes EBITDA im zweiten Quartal, getragen von Crop Science, während Pharma beim Ergebnis nachgibt.

- Jahresprognose für 2026 bestätigt
- Crop Science steigert operatives Ergebnis
- Pharma-EBITDA sinkt um 3,6 Prozent
- Nettogewinn kehrt in Gewinnzone zurück
Bayer hat seine Jahresprognose für 2026 bestätigt – und das trotz eines durchwachsenen zweiten Quartals. Die Kernbotschaft der jüngsten Zahlenvorlage: Crop Science zieht den Konzern, während die Pharmasparte an Boden verliert. Der Konzern meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 10,872 Milliarden Euro, ein Plus von 2,2 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte um 1,9 Prozent auf 2,144 Milliarden Euro zu.
Agrarsparte als Zugpferd, Pharma bremst
Die Zahlen offenbaren ein zweigeteiltes Bild. Crop Science steigerte den Umsatz um 3,5 Prozent auf 4,910 Milliarden Euro, das EBITDA schoss sogar um 30,2 Prozent auf 902 Millionen Euro nach oben.
Die Pharmasparte hingegen stagnierte bei 4,458 Milliarden Euro Umsatz, das EBITDA sank um 3,6 Prozent auf 1,055 Milliarden Euro. Einzig das Krebsmittel Nubeqa stemmte sich mit einem Quartalsumsatz von 820 Millionen Euro gegen auslaufende Patente anderer Präparate und wirkt zunehmend als Stütze der Sparte.
Unter dem Strich kehrte Bayer in die Gewinnzone zurück: Der Nettogewinn lag bei 219 Millionen Euro, nach einem Verlust von 199 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie entwickelte sich dagegen rückläufig – es fiel um 16,7 Prozent auf 0,95 Euro, belastet unter anderem durch die schwächelnde Pharmasparte.
Positiv für Anleger: Die Nettofinanzverschuldung liegt nach Unternehmensangaben niedriger als ursprünglich erwartet, ein Signal, dass der jahrelange Entschuldungspfad greift.
Pipeline-Fortschritte in der Pharmasparte
Während das laufende Geschäft in der Medizinsparte schwächelt, kommt bei der Produktpipeline Bewegung hinein. Ende Juli reichte Bayer bei den chinesischen Behörden einen Zulassungsantrag für Kerendia bei erwachsenen Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung ein.
Grundlage ist die Phase-3-Studie FIND-CKD. Sollte die Zulassung erfolgen, eröffnet sich für das Präparat ein weiterer großer Absatzmarkt – ein Baustein, der langfristig helfen könnte, den Rückgang bei älteren Wirkstoffen abzufedern.
Strategische Weichenstellungen im Hintergrund
Parallel zum operativen Geschäft treibt Bayer strukturelle Anpassungen voran. Anfang Juli gliederte der Konzern sein US-Glyphosat-Geschäft in die neue, im Konzern verbleibende Tochtergesellschaft Ruveon mit Sitz in St. Louis aus.
Die Einheit übernimmt künftig Preisgestaltung, Marktstrategie, Produktion und Logistik für das umstrittene Herbizid in den USA – ein Schritt, der die rechtliche und operative Risikoabgrenzung des Glyphosat-Geschäfts erleichtern soll.
Auch bei der Refinanzierung zeigte sich Bayer handlungsfähig: Mitte Juli platzierte der Konzern eine mehrfach überzeichnete Dollar-Anleihe im Volumen von 5 Milliarden US-Dollar über Laufzeiten von fünf bis 30 Jahren. Die breite Nachfrage deutet auf zurückgewonnenes Vertrauen der Fremdkapitalgeber hin, nachdem die Glyphosat-Risiken das Rating jahrelang belastet hatten.
Im Agrargeschäft setzt Bayer zudem auf langfristiges Wachstum jenseits des laufenden Geschäftsjahres: Mit dem französischen Saatgutunternehmen RAGT vereinbarte der Konzern im Juli eine Lizenzpartnerschaft zur breiten Kommerzialisierung von Hybridweizen, die allerdings erst in den frühen 2030er-Jahren Früchte tragen soll.
An der Börse hat sich das Papier von seinen Tiefständen deutlich erholt und notiert am Freitag bei 48,66 Euro, ein Plus von 0,4 Prozent auf Tagessicht. Seit Jahresbeginn steht damit ein Kursgewinn von 31 Prozent zu Buche – ein Vertrauensvorschuss, den die Anleger nun auch operativ bestätigt sehen wollen.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 30. August liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




