Bayer Aktie: 5-Milliarden-Dollar-Anleihe
Bayer emittiert 5-Milliarden-Anleihe und verschiebt Glyphosat-Anhörung. Analysten erwarten stabile Halbjahreszahlen am 4. August.

- Milliarden-Anleihe im Juli platziert
- Glyphosat-Anhörung auf August verschoben
- Analysten prognostizieren stabile Quartalszahlen
- Aktie zeigt sich charttechnisch neutral
Bayer darf gerade offiziell nichts sagen. Im Hintergrund passiert trotzdem einiges: eine Milliarden-Anleihe, ein verschobener Gerichtstermin und der Blick auf die Halbjahreszahlen.
Der Leverkusener Konzern steckt in der sogenannten Quiet Period. Vom 15. Juli bis zum 4. August äußert sich das Management nicht zur Geschäftslage. Am 4. August folgen dann die Zahlen zum zweiten Quartal.
Am Freitag schloss die Aktie bei 46,01 Euro, ein Minus von 0,35 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht sogar ein Rückgang von 4,48 Prozent zu Buche.
Milliarden-Anleihe stärkt die Bilanz
Bayer hat sich frisches Kapital gesichert. Im Juli platzierte der Konzern neue Dollar-Anleihen im Volumen von 5 Milliarden Dollar. Die Nachfrage am Kapitalmarkt war groß.
Die Ratingagentur Fitch reagierte zurückhaltend positiv. Sie bestätigte das Rating bei BBB, allerdings bleibt der Ausblick negativ. Trotzdem sinkt die Schuldenquote. Die Bonitätslage verbessert sich damit schrittweise.
Analysten rechnen mit stabilem Quartal
JPMorgan-Analyst Richard Vosser erwartet eine Bestätigung der Jahresziele. Umsatz, EBITDA und bereinigter Gewinn je Aktie sollen im Rahmen der Konsensschätzungen liegen.
Konkret rechnet JPMorgan mit 10,69 Milliarden Euro Umsatz und 1,94 Milliarden Euro EBITDA. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 0,73 Euro liegen.
Roundup-Anhörung verschiebt sich in den August
Ursprünglich war die Anhörung zur Genehmigung des Glyphosat-Vergleichs für Juli geplant. Nun findet sie am 19. August statt. Bayer betont, die Verschiebung habe keine wesentlichen Auswirkungen auf den Prozess.
Der Hintergrund: Ende Juni gewann Bayer vor dem US Supreme Court einen wichtigen Punkt im Glyphosat-Streit. Das Urteil dürfte zahlreichen Klagen die rechtliche Grundlage entziehen. Es beflügelte damals den Kurs deutlich und stützt weiterhin die Investorenstimmung.
Zwei Termine bestimmen die kommenden Wochen
Für Anleger zählen jetzt zwei Termine: die Quartalszahlen am 4. August und die Anhörung in Missouri am 19. August. Bis dahin dürfte sich der Kurs vor allem an der Marktlage und der Nachrichtenlage zu Refinanzierung und Rechtsstreit orientieren.
Charttechnisch bleibt der Titel neutral. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 53,86 Euro liegt aktuell bei 14,57 Prozent. Die Zahlen am 4. August und der Gerichtstermin am 19. August dürften diesen Spielraum in den kommenden Wochen prägen.
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