Bayer Aktie: 80 Prozent der Klagen betroffen

Die Anhörung zum Glyphosat-Fall vor dem Supreme Court belastet die Bayer-Aktie. Analysten sehen trotz Kursverlusten Chancen.

Die Kernpunkte:
  • Bayer-Aktie verliert deutlich an Wert
  • Supreme Court verhandelt über Glyphosat-Klagen
  • Analysten bleiben bei Kaufempfehlungen
  • Entscheidung für Ende Juni erwartet

Im Fall Durnell verhandelt der US Supreme Court über die Zukunft der Glyphosat-Klagen. Bayer hofft auf einen juristischen Schlussstrich. Investoren reagieren nervös auf die ersten Signale aus Washington. Die Aktie verlor am Dienstag deutlich an Wert.

Streit um Warnhinweise

Im Zentrum steht ein juristischer Konflikt zwischen Bundes- und Landesrecht. Bayer argumentiert mit der US-Umweltbehörde EPA. Diese stuft Glyphosat als sicher ein. Spezifische Krebs-Warnhinweise seien daher unzulässig. Kläger berufen sich auf strengere Gesetze einzelner US-Bundesstaaten.

Die Richter zeigten sich in der Anhörung gespalten. Richter Kavanaugh signalisierte Sympathie für einheitliche Bundesregeln. Richter Roberts betonte die Rechte der Bundesstaaten.

Die Entscheidung hat enorme Tragweite. Ein Urteil zugunsten von Bayer betrifft etwa 80 Prozent der noch offenen Klagen. Das würde die rechtlichen Risiken des Konzerns massiv senken. Die Frist für einen bestehenden Milliarden-Vergleich läuft parallel weiter. Kläger können sich diesem bis zum 4. Juni 2026 anschließen.

Analysten halten Kurs

Große Investmentbanken bewerten die Anhörung neutral bis vorsichtig positiv. Sie bestätigen ihre Kaufempfehlungen für die Bayer-Aktie:

  • JPMorgan: Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 50 Euro. Das finale Urteil wird für Ende Juni 2026 erwartet.
  • Barclays: Rating bleibt bei „Overweight“, Ziel 48 Euro. Die Fragen der Richter deuten auf einen möglichen Ausweg hin.
  • UBS: Bestätigt das „Buy“-Rating mit 52 Euro als Kursziel. Der Supreme Court habe alle relevanten Argumente abgedeckt.

Aktie rutscht ins Minus

Die Folge: An der Börse überwog am Dienstag die Skepsis. Die Bayer-Aktie schloss bei 36,62 Euro und verlor damit 4,59 Prozent. Damit dreht auch die Jahresbilanz leicht ins Minus.

Ein technischer Halt bleibt bestehen. Der Kurs behauptet sich über der 200-Tage-Linie von aktuell 34,46 Euro. Das endgültige Urteil der obersten US-Richter folgt Ende Juni.

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