Bayer Aktie: Crop Science wächst 17,9 Prozent

Bayer startet mit Umsatzplus von 4,1 Prozent ins Jahr. Die Agrarsparte treibt das operative Ergebnis, während die Pharmasparte unter Patentverlusten leidet.

Die Kernpunkte:
  • Crop Science treibt Quartalsergebnis
  • Pharmasparte leidet unter Patentverlusten
  • Schulden leicht reduziert
  • Glyphosat-Urteil als Kurstreiber erwartet

Das Agrargeschäft rettet die Quartalsbilanz — und übertrifft dabei die Erwartungen deutlich. Bayer hat das erste Quartal 2026 mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 4,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Das operative Ergebnis legte noch stärker zu, getrieben von einer Sparte, die lange unter Druck stand.

Crop Science übernimmt die Führung

Die Agrarsparte lieferte den entscheidenden Schub. Starke Nachfrage nach Soja- und Maissaatgut sowie erholte Dicamba-Preise trieben den Segmentumsatz währungsbereinigt um 6,8 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen kletterte um 17,9 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro — begünstigt durch eine Lizenzvereinbarung mit Corteva über 448 Millionen Euro.

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Die Pharmasparte steckt weiter in der Übergangsphase. Nubeqa legte um 57 Prozent zu, Kerendia sogar um 84 Prozent. Allerdings fressen Patentabläufe bei Xarelto und Eylea diese Gewinne teilweise auf — das Segment-EBITDA sank um 7,5 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Immerhin: schwächer als von Analysten erwartet fiel das Minus nicht aus.

Schulden sinken, Cashflow bleibt belastet

Die Nettofinanzverschuldung ging zum 31. März auf 32,5 Milliarden Euro zurück — ein Rückgang von gut fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt. Der Free Cashflow landete saisonbedingt bei minus 2,3 Milliarden Euro, wovon rund 2,0 Milliarden Euro auf Vergleichszahlungen im Zusammenhang mit PCB- und Glyphosat-Klagen entfielen.

Die Jahresprognose bleibt im Kern unverändert. Wechselkurseffekte zwangen zu einer nominalen Anpassung; der Konzern erwartet nun einen Umsatz zwischen 44,5 und 46,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,10 bis 4,60 Euro.

Analysten und das Supreme-Court-Urteil

JPMorgan bestätigte das „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 50 Euro und verwies auf nachlassenden Währungsgegenwind. Barclays bleibt ebenfalls bei „Overweight“ mit 48 Euro Kursziel und hob die Agrar-Profitabilität hervor. mwb research sieht sogar 52 Euro als fairen Wert und betont den operativen Hebel in Crop Science.

Die Aktie notiert aktuell bei 38,29 Euro — rund 22 Prozent unterhalb des Februarhochs von 49,17 Euro. Auf Zwölf-Monats-Sicht hat der Kurs dennoch mehr als 54 Prozent zugelegt. Entscheidend für die nächste Bewegung dürfte das ausstehende Urteil des US-Supreme-Court im Glyphosat-Rechtsstreit sein, das bis Ende Juni erwartet wird. Ein positiver Ausgang könnte den Bewertungsabschlag, der die Aktie seit Jahren belastet, spürbar verringern.

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