Bayer Aktie: Digitalisierungsstrategie beleuchtet
Eine Empfehlung der US-Regierung an den Supreme Court weckt Hoffnungen auf ein Ende der Glyphosat-Klagewelle gegen Bayer. Analysten sehen Milliardeneinsparungen, doch eine EPA-Neubewertung birgt Risiken.

- US-Regierung empfiehlt Annahme von Bayers Berufung
- Potenzielle Auflösung von 5 Mrd. Euro Rückstellungen
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- EPA-Neubewertung 2026 bleibt Risikofaktor
Die US-Regierung könnte Bayer einen juristischen Durchbruch bescheren. Eine Empfehlung des US-Solicitor General an den Supreme Court lässt Anleger auf das Ende der milliardenschweren Glyphosat-Klagewelle hoffen. Die Aktie reagierte mit einem kräftigen Sprung – doch die Erleichterung könnte verfrüht sein.
Die Kernfragen im Überblick:
– Wird der Supreme Court die Berufung annehmen und damit Zehntausende Klagen gefährden?
– Können 5 Milliarden Euro an Rückstellungen tatsächlich aufgelöst werden?
– Wie belastbar ist die Rechtsposition angesichts zurückgezogener Sicherheitsstudien?
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?
Regierung empfiehlt Prüfung der Bundesvorgaben
Der US-Solicitor General hat dem Obersten Gerichtshof empfohlen, Bayers Berufung zur Prüfung anzunehmen. Im Kern geht es um die Frage der “Federal Preemption”: Dürfen Kläger Schadenersatz wegen fehlender Warnhinweise fordern, wenn das Produktetikett den Vorgaben der US-Umweltbehörde EPA entspricht?
Bayer argumentiert, dass staatliche Gerichte keine strengeren Anforderungen stellen dürfen als die Bundesbehörde. Ein Erfolg vor dem Supreme Court würde einem Großteil der noch rund 65.000 anhängigen Verfahren die rechtliche Grundlage entziehen.
Die Reaktion der Börse fiel deutlich aus: Das Papier kletterte am Donnerstag auf 38 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch.
Analysten rechnen mit Milliardenentlastung
JPMorgan beziffert das finanzielle Potenzial einer positiven Gerichtsentscheidung konkret: Rückstellungen in Höhe von etwa 5 Milliarden Euro könnten aufgelöst werden. Die Analysten sehen bei einem Erfolg vor dem Supreme Court weiteres Kurspotenzial von bis zu 20 Prozent.
Parallel formiert sich politische Unterstützung. In Iowa diskutieren republikanische Gesetzgeber einen Gesetzentwurf, der Bayer vor bestimmten Haftungsklagen schützen soll. Hintergrund ist die Drohung des Konzerns, das Werk in Muscatine zu schließen – dort wird 70 Prozent des nordamerikanischen Roundups produziert.
EPA-Neubewertung überschattet Optimismus
Die Euphorie könnte sich als kurzlebig erweisen. Im Dezember wurde eine zentrale Sicherheitsstudie aus dem Jahr 2000 wegen ethischer Bedenken zurückgezogen. Interne E-Mails zeigten, dass Monsanto-Wissenschaftler maßgeblich an der Erstellung beteiligt waren.
Die EPA muss 2026 eine gesetzlich vorgeschriebene Neubewertung der Glyphosat-Sicherheit durchführen. Diese Prüfung findet nun unter verschärften Bedingungen statt – und könnte die Argumentation vor dem Supreme Court untergraben, wonach die EPA-Zulassung ausreichende Gewähr für die Produktsicherheit bietet.
Anleger warten nun auf die Entscheidung des Gerichts, ob der Fall überhaupt zur Verhandlung angenommen wird. Bis dahin bleibt unklar, ob die aktuelle Kurserholung auf solidem Fundament steht oder lediglich eine Wette auf einen juristischen Erfolg darstellt, dessen Eintritt keineswegs gesichert ist.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 3. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




