Bayer Aktie: Dividende ohne Rendite
Bayer zahlt eine magere Dividende von 0,28 Prozent Rendite. Der Kursverfall und die Belastungen durch den Roundup-Vergleich überschatten die Ausschüttung.

- Dividendenrendite auf historischem Tiefstand
- Kursverlust von 22 Prozent seit Jahreshoch
- Roundup-Vergleich belastet Cashflow
- Neue ESG-Bewertungen als positives Signal
Enttäuschende Zahlen aus dem Crop-Science-Bereich haben Bayer am Mittwoch zum schwächsten DAX-Wert des Tages gemacht. Der Kurs rutschte um 3,6 Prozent ab — und das wenige Wochen vor dem Dividendentermin. Anleger, die auf eine attraktive Ausschüttung hoffen, werden dabei enttäuscht.
Historisch magere Dividende
Bayer zahlt am 29. April 2026 eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie — identisch mit dem Vorjahr. Bei einem Kurs um die 38 Euro ergibt das eine Rendite von gerade einmal 0,28 Prozent. Zum Vergleich: Im Fünfjahresdurchschnitt lag die Dividendenrendite bei 2,26 Prozent, im Zehnjahresdurchschnitt sogar bei 2,85 Prozent. Die Ausschüttung ist zwar stabil, aber gemessen an der historischen Norm kaum der Rede wert.
Der Kursverfall der vergangenen Wochen macht die Situation nicht besser. Seit ihrem 52-Wochen-Hoch bei 49,17 Euro hat die Aktie rund 22 Prozent verloren. Der RSI liegt derzeit bei 20,9 — ein Niveau, das technisch als stark überverkauft gilt.
Roundup, rote Zahlen, Restrukturierung
Im Hintergrund bleibt das Glyphosat-Thema präsent. Ein US-Richter hat dem 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleich zu Roundup-Klagen vorläufig zugestimmt. Der Deal soll aktuelle und künftige Schadensersatzforderungen über eine Laufzeit von bis zu 21 Jahren abdecken. Das Nettoeinkommen für 2025 fiel mit minus 3,62 Milliarden Euro tief ins Minus — belastet durch hohe Sonderaufwendungen für Rechtsstreitigkeiten.
Für 2026 stellt Bayer auf währungsbereinigter Basis stabile Umsätze und ein stabiles Ergebnis in Aussicht. Analysten erwarten im Schnitt rund 46,8 Milliarden Euro Umsatz. Allerdings dürfte der freie Cashflow durch die Vergleichszahlungen aus dem Roundup-Settlement erheblich belastet bleiben. Parallel läuft die Umsetzung des Restrukturierungsmodells „Dynamic Shared Ownership“ — Bayer rechnet damit, die angestrebten zwei Milliarden Euro an Einsparungen zu realisieren.
Hauptversammlung mit Signalwirkung
Auf der Hauptversammlung am 24. April steht neben der Dividende auch die Besetzung des Aufsichtsrats auf der Agenda. Bayer schlägt Marcel Smits vor, ehemaliger Chairman und CEO von Asia Pacific bei Cargill — ein Signal, dass das Unternehmen die Agrarkompetenz auf Governance-Ebene stärken will. Immerhin eine positive Nachricht: MSCI vergab erstmals ein AA-Rating für Bayer, und Sustainalytics hob Ende 2025 sein „Red Flag“ für den Konzern auf — ein Zeichen dafür, dass die Eindämmung des Glyphosat-Rechtsrisikos Fortschritte macht. Ob das die Stimmung auf der Hauptversammlung hebt, wird sich am 24. April zeigen.
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