Bayer Aktie: Erfolgreiche Jahresbilanz!
Der US Supreme Court verhandelt Ende April über die Glyphosat-Klagen gegen Bayer. Ein positives Urteil könnte die Klageflut stoppen, während parallel Vergleichsverhandlungen laufen.

- Supreme Court urteilt Ende Juni zu Glyphosat
- Dritter US-Bundesstaat erlässt Klageschutzgesetz
- Bayer bestätigt Jahresziele trotz Cashflow-Belastung
- Virtuelle Hauptversammlung mit Dividendenvorschlag
Kentucky hat als dritter US-Bundesstaat ein Gesetz verabschiedet, das Bayer vor Glyphosat-Klagen schützt — und das trotz Veto des demokratischen Gouverneurs Andy Beshear. Damit folgt der Staat North Dakota und Georgia. Für Bayer kommt diese Rückendeckung zum richtigen Zeitpunkt.
Am 27. April verhandelt der US Supreme Court über die entscheidende Rechtsfrage: Verdrängt das Bundesgesetz FIFRA staatliche Warnhinweispflichten für Glyphosat-Produkte? Ein Ja würde einen Großteil der anhängigen Klagen gegenstandslos machen. Die Trump-Administration stellt sich hinter Bayers Position — eine Kehrtwende gegenüber der Biden-Regierung. Das Justizministerium argumentiert, die EPA habe das letzte Wort über Pestizid-Sicherheit, sobald sie ein Produkt zugelassen hat. Rund 30 juristische Schriftsätze von Agrarverbänden, Gesundheitsorganisationen und Klägeranwälten zeigen, wie viel auf dem Spiel steht. Ein Urteil erwartet Bayer für die zweite Junihälfte.
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Vergleich und Klageflut: Zweigleisig unterwegs
Parallel läuft die Vergleichsstrategie weiter. Im Rahmen des Missouri-Vergleichs haben Kläger bis zum 4. Juni Zeit, auszusteigen — zu viele Ablehnungen könnten Bayer veranlassen, die Einigung zu kündigen. Seit der Monsanto-Übernahme 2018 hat das Unternehmen bereits mehr als 11 Milliarden US-Dollar an Vergleichen und Urteilen gezahlt. Für 2026 erwartet das Management einen negativen freien Cashflow von rund 5 Milliarden Euro.
Trotz dieser Belastungen bestätigte Pharmaceuticals-COO Sebastian Guth die Jahresprognose. Bayer peilt ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro an — nach 9,669 Milliarden Euro im Vorjahr. Zölle seien bereits eingepreist. Die Nettofinanzverschuldung sank zum Jahresende 2025 auf rund 29,8 Milliarden Euro, ein Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber Ende 2024.
Drei Termine im Blick
Die kommenden Wochen sind ereignisreich. Am 24. April findet die virtuelle Hauptversammlung statt, auf der eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie vorgeschlagen wird. Zudem stehen Aufsichtsratswahlen an: Marcel Smits und Alfred Stern sollen die ausscheidenden Paul Achleitner und Colleen Goggins ersetzen. Drei Tage später folgt der Supreme-Court-Termin. Die Q1-Zahlen im Mai werden dann zeigen, wie das Management seine Position kurz vor dem Urteil einschätzt.
Die Aktie notiert mit einem Plus von rund 102 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Tief vom April 2025 — liegt aber noch gut 18 Prozent unter dem Rekordhoch von 49,17 Euro aus dem Februar. Wie weit die Erholung trägt, dürfte maßgeblich davon abhängen, was Ende Juni aus Washington kommt.
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