Bayer Aktie: Glyphosat-Sieg als Wendepunkt?

Bayer hebt den EBITDA-Ausblick für 2026 an, meldet für das dritte Quartal jedoch ein Konzernergebnis von minus 0,7 Milliarden Euro.

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Die Kernpunkte:
  • DZ Bank bestätigt Kaufempfehlung bei 64 Euro
  • Jefferies hebt Kursziel auf 48,50 Euro
  • Zwei Arzneimittel in China zugelassen
  • Jahresprognose steigt auf 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro

Die DZ Bank hat am Donnerstag ihren fairen Wert für Bayer auf 64 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Das berichteten Medien. Bei den Analysten fällt die Bewertung der Aktie allerdings unterschiedlich aus: Jefferies blieb am Freitag trotz eines höheren Kursziels bei der Halteempfehlung.

Medienberichten zufolge erhöhte Jefferies das Kursziel von 46 auf 48,50 Euro. Damit liegt diese Zielmarke unter dem Schlusskurs vom Freitag von 55,08 €. Der faire Wert der DZ Bank liegt dagegen darüber.

Zwei Zulassungen in China

Bayer meldete am Mittwoch die chinesische Zulassung von Sevabertinib als Erstlinienbehandlung für Erwachsene mit fortgeschrittenem HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Nach Unternehmensangaben stützt sich die Zulassung auf Ergebnisse der Phase-I/II-Studie SOHO-01.

Bereits am 26. Oktober hatte Bayer die Zulassung von Asundexian in China gemeldet. Sie betrifft die Verringerung des Schlaganfallrisikos nach bestimmten ischämischen Schlaganfällen beziehungsweise einer Hochrisiko-TIA.

Höherer Ausblick trotz Konzernverlust

Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen in dieser Woche verwies das Bayer-Management auf den stärkeren Pharmaverlauf und den jüngsten Glyphosat-Prozesserfolg. Für das Gesamtjahr 2026 hob der Konzern die Prognose beim EBITDA vor Sondereinflüssen auf 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro an.

Auch den Ausblick für die Pharmaceuticals-Marge und den Free Cashflow verbesserte Bayer. Beim Free Cashflow erwartet das Unternehmen eine Spanne von minus 1,5 bis minus 0,5 Milliarden Euro.

Für das dritte Quartal 2026 meldete Bayer dennoch ein Konzernergebnis von minus 0,7 Milliarden Euro. Dazu trugen unter anderem außerplanmäßige Wertminderungen bei Pharmaceuticals und Consumer Health bei.

Beim Glyphosat-Verfahren in Missouri hatte eine Jury am 30. Oktober die Klagen dreier Frauen gegen Roundup einstimmig abgewiesen. Reuters bezeichnete den Erfolg der Bayer-Tochter Monsanto als ersten Hinweis auf die Aussichten weiterer Klagen.

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