Bayer Aktie: Glyphosat-Vergleich entscheidend?
Bayer steigerte im dritten Quartal Umsatz und EBITDA; zugleich erhöhte der Konzern seine Margenprognose für Pharmaceuticals.

- Jefferies setzt Kursziel auf 48,50 Euro
- Monsanto gewinnt Verfahren in Missouri
- Quartalsumsatz steigt nominal um 4,1 Prozent
- Pharmaceuticals-Margenprognose auf 25–27 Prozent angehoben
Jefferies hat das Kursziel für Bayer heute Medienberichten zufolge von 46 auf 48,50 Euro angehoben, die Einstufung „Hold“ jedoch beibehalten. Analyst Michael Leuchten verortete seine Prognosen am unteren Ende der Jahreszielspanne des Konzerns. Sein Augenmerk richtete er auf die Unterzeichnung des Glyphosat-Vergleichs.
Gerichtserfolg für Monsanto
Bei den Glyphosat-Verfahren meldete Bayer am 30. Oktober einen Erfolg: Die Tochtergesellschaft Monsanto gewann den Fall Aretino vor einem Gericht in Missouri einstimmig. Nach Unternehmensangaben war dies der erste Roundup-Fall, der nach der Entscheidung des US Supreme Court verhandelt wurde.
Höhere Ergebnisse und verbesserte Prognosen
Bayer hatte am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 10,053 Milliarden Euro gemeldet. Das entsprach einem nominalen Wachstum von 4,1 Prozent.
Währungs- und portfoliobereinigt stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen legte um 6,9 Prozent zu und erreichte 1,615 Milliarden Euro.
Den Ausblick für die Pharmaceuticals-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte Bayer am Dienstag auf 25–27 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen 23–25 Prozent erwartet.
Für das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stellte Bayer am Dienstag für 2026 eine Spanne von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro in Aussicht.
Die verbesserte Prognose für den Free Cashflow lag am Dienstag bei minus 1,5 bis minus 0,5 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung erwartete Bayer für 2026 bei 28,0–29,0 Milliarden Euro.
Die Zahlen und der angehobene Ausblick lösten am Dienstag eine positive Kursreaktion aus. Beim bereinigten Gewinn je Aktie blieb Bayer für das dritte Quartal allerdings Medienberichten zufolge hinter der Konsenserwartung zurück.
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