Bayer Aktie: Goldman Sachs hebt auf 63,50 Euro

Analysten heben Kursziele für Bayer an, nachdem das zweite Quartal die Erwartungen übertraf. Der Konzern senkt zudem seine Schuldenprognose deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Mehrere Kurszielanhebungen nach Quartalszahlen
  • Crop Science überrascht mit Gewinnsprung
  • Schuldenprognose deutlich gesenkt
  • Glyphosat-Vergleich: Entscheidung im September

Mehrere Analysehäuser haben ihre Kursziele für Bayer binnen weniger Tage deutlich nach oben korrigiert. Den Anfang machte Goldman Sachs am 4. August, als Analyst James Quigley die Einstufung „Buy“ bestätigte und das Kursziel von 62,50 auf 63,50 Euro anhob. Tags darauf legte UBS nach und erhöhte ihr Kursziel von 52 auf 62 Euro, ebenfalls bei der Einstufung „Buy“.

Die DZ Bank zog nach und hob den fairen Wert von 54 auf 60 Euro an, die Einstufung blieb auf „Kaufen“. JPMorgan bestätigte am 4. August die Einstufung „Overweight“ bei einem Kursziel von 50 Euro und sprach von starken Resultaten.

Die Kursbewegung der vergangenen Tage relativiert die Euphorie allerdings etwas: Auf Wochensicht verlor die Aktie 4,0 Prozent und schloss am Freitag bei 47,90 Euro. Damit notiert das Papier weiterhin rund 5,2 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 45,51 Euro, aber elf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 53,86 Euro, das Anfang Juli erreicht wurde.

Operatives Geschäft übertrifft Erwartungen

Grundlage für die Anhebungen waren die am vergangenen Donnerstag vorgelegten Quartalszahlen. Bayer erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 10,87 Milliarden Euro, ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 2,14 Milliarden Euro und übertraf damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 1,94 Milliarden Euro deutlich.

Besonders die Agrarsparte Crop Science überraschte positiv: Der operative Gewinn des Segments stieg um knapp 30 Prozent auf 902 Millionen Euro. Gestützt wurde dieser Anstieg durch ein stärkeres Preisniveau bei Glyphosat sowie die Wiederzulassung der Dicamba-Herbizide durch die US-Umweltbehörde EPA.

Bayer bestätigte zugleich die Jahresprognose für 2026 mit einem erwarteten bereinigten EBITDA zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro sowie einem Kernergebnis je Aktie von 4,30 bis 4,90 Euro.

Rechtsrisiken bleiben im Blick

Für Anleger bleibt neben den operativen Fortschritten die juristische Aufarbeitung des Glyphosat-Komplexes entscheidend für die weitere Kursentwicklung.

Die endgültige gerichtliche Genehmigung des milliardenschweren Sammelvergleichs steht für den 14. September 2026 an, nachdem der ursprüngliche Termin verschoben worden war. Die zusätzliche Zeit soll den Parteien und dem Verwalter des Programms erlauben, offene Widerrufsanträge zu sogenannten Opt-outs zu bearbeiten.

Auf der Bilanzseite hat sich die Lage zuletzt spürbar entspannt: Bayer rechnet nun mit einer Nettofinanzverschuldung von 29 bis 30 Milliarden Euro, deutlich weniger als die zuvor kommunizierten 32 bis 33 Milliarden Euro. Der Konzern begründet die Anpassung mit der bereits vereinbarten Transaktion mit von Apollo verwalteten Fonds.

Die Kombination aus operativer Stärke, sinkender Verschuldung und mehreren Kurszielanhebungen namhafter Häuser hat das Sentiment rund um die Aktie zuletzt gestützt. Mit einem RSI von 51,3 und einer annualisierten Volatilität von 23 Prozent zeigt sich der Titel derzeit weder überkauft noch überverkauft – die Entscheidung im September dürfte über die nächste größere Kursrichtung entscheiden.

Anzeige

Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 16. August liefert die Antwort:

Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Bayer