Bayer Aktie: Goldman Sachs hebt Kursziel auf 63,50 Euro

Nach überzeugenden Quartalszahlen heben mehrere Großbanken ihre Kursziele für Bayer an. Die Aktie zeigt seit Jahresbeginn deutliche Gewinne, während der Glyphosat-Vergleich im September ansteht.

Die Kernpunkte:
  • Mehrere Banken erhöhen Kursziele
  • Starke Q2-Zahlen treiben Bewertung
  • Aktie seit Jahresbeginn stark
  • Glyphosat-Anhörung im September

Eine Welle von Kurszielanhebungen begleitet Bayer in diese Woche. Mehrere große Häuser erhöhten vor rund einer Woche ihre Bewertungen für die Aktie, nachdem der Agrar- und Pharmakonzern mit seinem zweiten Quartal überzeugt hatte. Die neuen Zielmarken liegen teils deutlich über dem aktuellen Kursniveau von 49,12 Euro und signalisieren, dass die Analystenhäuser der Bayer-Aktie noch Luft nach oben zutrauen.

Mehrere Häuser schrauben Kursziele nach oben

Die DZ Bank hob ihren fairen Wert für Bayer vor rund einer Woche von 54 auf 60 Euro an und beließ die Einstufung auf „Kaufen“. Goldman Sachs ging noch weiter und setzte das Kursziel im selben Zeitraum auf 63,50 Euro, verbunden mit einer „Buy“-Empfehlung.

Auch Deutsche Bank Research, UBS und JPMorgan zogen mit ähnlichen Schritten nach: Ihre neuen Zielmarken bewegen sich zwischen 50 und 62 Euro, sämtliche Häuser bestätigten dabei ihre positiven Einstufungen. Die Bandbreite der Kursziele zeigt eine breite Übereinstimmung darüber, dass Bayer nach den jüngsten Geschäftszahlen unterbewertet erscheint.

Grundlage der Anhebungen waren die vor gut einer Woche vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Der Konzern hatte einen Umsatz von 10,872 Milliarden Euro gemeldet, währungs- und portfoliobereinigt ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBITDA stieg unerwartet um 1,9 Prozent, während vor allem die Agrarsparte mit guter Geschäftsentwicklung und Kostensenkungen überzeugte.

Für das erste Halbjahr 2026 wies Bayer ein höheres Nettoergebnis bei leicht rückläufigem Umsatz aus. Der Konzern bestätigte zudem seinen Jahresausblick 2026.

Kursverlauf spiegelt die positive Einschätzung

Die Aktie hat diese fundamentale Stärke bereits in den vergangenen Monaten eingepreist. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 32,72 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar von 88,71 Prozent.

Der Titel notiert derzeit rund 9,77 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 44,75 Euro und liegt mit einem RSI von 58,7 im neutralen bis leicht positiven Bereich – kein Anzeichen einer Überhitzung. Zum 52-Wochen-Hoch von 53,86 Euro fehlen der Aktie noch 8,80 Prozent, was angesichts der frisch angehobenen Kursziele der Analysten durchaus Spielraum lässt.

Glyphosat-Termin als nächster Belastungstest

Neben der operativen Entwicklung bleibt der Rechtsstreit um Glyphosat ein Faktor für die Bewertung. Die US-Anhörung zur Billigung des milliardenschweren Roundup-Vergleichs ist nach einer Verschiebung nun für den 14. September 2026 angesetzt.

Bis dahin dürfte der Blick der Anleger stärker auf den operativen Fortschritten liegen, die zuletzt für den kräftigen Rückenwind bei den Kurszielen gesorgt haben.

Sollte die Anhörung im September ohne weitere Verzögerung stattfinden, könnte das die Unsicherheit rund um die Altlasten des Glyphosat-Komplexes weiter reduzieren – ein Punkt, den mehrere Analysten in ihren jüngsten Einschätzungen bereits als Kurstreiber für die kommenden Monate benannt haben.

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