Bayer Aktie: Historischer Durchbruch!

Bayers Wirkstoff Asundexian reduziert Schlaganfallrisiko in Phase-III-Studie signifikant. Parallel stehen Hauptversammlung und ein wegweisender Glyphosat-Prozess an.

Die Kernpunkte:
  • Erfolgreiche Phase-III-Studie mit Schlaganfall-Medikament
  • Wichtige Hauptversammlung und Dividendenentscheidung
  • Glyphosat-Prozess vor US Supreme Court
  • Analysten heben Kursziele deutlich an

Erstmals in der Geschichte der FXIa-Inhibitoren hat ein Wirkstoff in einer Phase-III-Studie bewiesen, dass er ischämische Schlaganfälle wirksam verhindert — ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Bayers Asundexian liefert die Daten, jetzt muss das Unternehmen in einer ereignisreichen Woche auch juristisch und operativ überzeugen.

OCEANIC-STROKE: Was die Daten bedeuten

Am 16. April veröffentlichte Bayer die vollständigen Ergebnisse der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE im New England Journal of Medicine — dem renommiertesten Medizinjournal der Welt. Unter den 12.327 Studienteilnehmern erlitten 6,2 Prozent der Asundexian-Gruppe einen erneuten ischämischen Schlaganfall, verglichen mit 8,4 Prozent unter Placebo. Das entspricht einer Reduktion um 26 Prozent. Schwere Blutungen nach ISTH-Kriterien traten nicht häufiger auf als in der Kontrollgruppe.

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Das Besondere am Wirkmechanismus: Asundexian blockiert den Faktor XIa, ein Protein, das zwar an der Entstehung gefährlicher Gerinnsel beteiligt ist, aber kaum eine Rolle bei der natürlichen Blutungsabwehr spielt. Frühere Gerinnungshemmer scheiterten oft genau an diesem Zielkonflikt — wirksam gegen Gerinnsel, aber gleichzeitig blutungsgefährlich. Asundexian ist noch nicht zugelassen und durchläuft weiter das regulatorische Prüfverfahren.

Zwei Großereignisse in einer Woche

Während die Pharmastory wissenschaftlich überzeugt, warten Aktionäre auf zwei weitere Weichenstellungen. Am 24. April findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Neben der Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder — Marcel Smits und Alfred Stern sollen Paul Achleitner und Colleen Goggins ablösen — stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie ab.

Drei Tage später, am 27. April, verhandelt der US Supreme Court über Glyphosat. DZ-Bank-Analyst Peter Spengler sieht ein günstiges Urteil als potenziell strukturell bedeutsam: Es könnte den Vorrang von Bundesrecht gegenüber einzelstaatlichen Warnhinweispflichten verankern — und damit die Grundlage für künftige Klagen erheblich schwächen. Eine endgültige Entscheidung wird bis Juni 2026 erwartet.

Analysten drehen, Kurs hält sich stabil

Die Analystengemeinde reagiert bereits. Die Deutsche Bank hob das Kursziel von 23 auf 43 Euro an, bleibt aber bei „Hold“ — Analystin Virginie Boucher-Ferte erwartet für den Quartalsbericht Mitte Mai ein organisches Wachstum von 3,6 Prozent, getrieben vom Agrargeschäft. Die UBS bekräftigte ihr Kaufvotum mit einem Kursziel von 52 Euro und richtet den Blick auf die Wachstumsdynamik der Pharmapräparate Nubeqa und Kerendia. Die DZ Bank stufte die Aktie von „Verkaufen“ auf „Halten“ hoch und erhöhte den fairen Wert auf 44 Euro.

Der Kurs notiert bei 41,10 Euro, knapp acht Prozent im Plus seit Jahresbeginn. Innerhalb von zwölf Monaten hat sich die Aktie nahezu verdoppelt — vom 52-Wochen-Tief bei gut 21 Euro.

Für 2026 peilt Bayer ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro an. Ob der operative Turnaround in den Mai-Quartalszahlen sichtbar wird, dürfte die nächste Bewährungsprobe für den Kurs sein.

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