Bayer Aktie: Hoffnung wächst
Bayer präsentiert klaren Fahrplan für die Zeit nach dem Patentauslauf von Xarelto, hebt den Ausblick an und stärkt sein Portfolio durch eine strategische Akquisition im Diagnosebereich.

- Management hebt Ausblick trotz Xarelto-Umsatzverlust an
- Neue Wachstumsmedikamente Nubeqa und Kerendia im Fokus
- Strategische Übernahme zur Stärkung im Kardiologie-Bereich
- Juristische Auseinandersetzungen und politische Rückschläge belasten
Bayer hat auf der J.P. Morgan Healthcare Conference einen Befreiungsschlag versucht. Nach Jahren der Unsicherheit konkretisierte Pharma-Vorstand Stefan Oelrich den Fahrplan für die Zeit nach dem Blockbuster Xarelto. Das Auslaufen des Patentschutzes kostet den Konzern zwar bis zu 1,5 Milliarden Euro Umsatz – doch das Management hebt den Ausblick dennoch an.
Die wichtigsten Wachstumstreiber im Überblick:
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- Nubeqa: Das Prostatakrebs-Medikament erzielte in neun Monaten bereits 1,7 Milliarden Euro Umsatz
- Kerendia: Beim Nierenmedikament peilt Bayer für 2025 ein Wachstum von 80 bis 90 Prozent an
- Asundexian: Zulassung für das Schlaganfallmittel wird Ende 2026 erwartet
- Acoramidis: EU-Zulassung für Beyonttra zur Behandlung von ATTR-CM bereits erteilt
Neue Diagnose-Technologie soll Portfolio stärken
Parallel zur Strategiepräsentation verkündete Bayer die Übernahme der Bildgebungs-Marker AT-01 und AT-05 von Attralus. Die Technologie ermöglicht eine präzisere Diagnose der kardialen Amyloidose – eine seltene Herzkrankheit. Der Zukauf zeigt die strategische Neuausrichtung: Bayer will künftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Diagnose bis zur Therapie im Kardio-Bereich abdecken.
Das “30 and 30”-Ziel steht im Raum: Ab 2027 mittlere einstellige Wachstumsraten, bis 2030 eine Marge von 30 Prozent. Ambitioniert, aber der Kapitalmarkt fordert genau diese Klarheit.
Patentstreit und politischer Rückschlag
Juristisch bleibt es turbulent. Monsanto, die Bayer-Tochter, verklagte Anfang Januar Pfizer, BioNTech und Moderna wegen angeblicher Verletzung von mRNA-Patenten aus den 1980er Jahren. Spekulationen über mögliche Lizenzzahlungen könnten kurzfristig für Volatilität sorgen.
Weniger erfreulich: Der US-Kongress strich eine Klausel aus dem Haushaltsgesetz, die Bayer Schutz vor bestimmten Pestizid-Klagen geboten hätte. Das Rechtsrisiko bleibt ein Belastungsfaktor für die Bewertung.
Was jetzt zählt
Die Aktie hat sich auf Jahressicht mit einem Plus von rund 93 Prozent beeindruckend erholt. Am 25. Februar folgen die detaillierten Geschäftszahlen – dann zeigt sich, ob Nubeqa und Kerendia die Xarelto-Verluste tatsächlich kompensieren können. Bis dahin dürfte die Marke um 39 Euro eine entscheidende Unterstützung bleiben.
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