Bayer Aktie: Jefferies bremst, JPMorgan jubelt!

Beide Analysehäuser halten an Einstufung und Kursziel fest; Bayer berichtet positive Zwischenergebnisse zu Darolutamid.

Die Kernpunkte:
  • Jefferies bleibt bei „Hold“
  • JPMorgan bestätigt „Overweight“
  • Darolutamid senkt Metastasen- oder Sterberisiko um 58 Prozent
  • China lässt Asundexian gegen Schlaganfälle zu

Jefferies und JPMorgan haben ihre Einschätzungen zu Bayer am Montag nach den Ergebnissen der DASL-HiCaP-Studie bestätigt. Während Jefferies bei „Hold“ mit einem Kursziel von 46 Euro blieb, bestätigte JPMorgan „Overweight“ und ein Kursziel von 61 Euro. Die Analysten bewerteten die Zwischenergebnisse positiv, setzten bei ihrer Einordnung aber unterschiedliche Akzente.

Vielversprechende Wirksamkeit, unterschiedliche Gewichtung

Jefferies-Analyst Michael Leuchten bezeichnete die Wirksamkeit von Darolutamid am Montag als vielversprechend. Er sah in den Ergebnissen allerdings eher eine Bestätigung bereits bekannter Erkenntnisse als eine grundlegende Veränderung. JPMorgan-Analyst Richard Vosser wertete die Zwischenergebnisse am Montag positiv. Beide Häuser änderten weder ihre Einstufung noch ihr Kursziel.

Die zuvor beim ESMO-Kongress vorgestellte Zwischenauswertung betraf Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko. Laut Bayer senkte Darolutamid zusätzlich zur Standardtherapie das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo um 58 Prozent.

Die Rate des metastasenfreien Überlebens nach vier Jahren lag bei 95 Prozent gegenüber 88 Prozent in der Vergleichsgruppe. Für diese Behandlungssituation ist das Mittel noch nicht zugelassen. Die Ergebnisse stammen aus der Phase-III-Studie DASL-HiCaP, deren Zwischenauswertung Bayer veröffentlichte.

Zulassung und Forschung als weiterer Kontext

Für Asundexian hatte Chinas Arzneimittelbehörde NMPA unter dem Markennamen Sunharbo die Zulassung erteilt. Sie umfasst die Verringerung des Schlaganfallrisikos bei Erwachsenen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA. Bayer zufolge handelt es sich um den ersten weltweit zugelassenen FXIa-Hemmer.

Daneben kündigte AskBio am vergangenen Donnerstag fünf Präsentationen zu AAV-Herstellungstechnologien beim ESGCT-Kongress an. Die Veranstaltung findet vom 27. bis 30. Oktober in Hamburg statt. AskBio gehört vollständig zu Bayer, operiert innerhalb des Konzerns jedoch eigenständig.

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