Bayer Aktie: Milliarden-Vergleich geplant

Bayer schlägt einen Vergleich in Höhe von bis zu 10,5 Milliarden US-Dollar vor, um die US-Glyphosat-Klagen zu beenden. Die Rückstellungen steigen auf 11,8 Milliarden Euro, was 2026 zu einem negativen Cashflow führen wird.

Die Kernpunkte:
  • Vergleichspaket umfasst bis zu 10,5 Milliarden Dollar
  • Rechtsrückstellungen steigen auf 11,8 Milliarden Euro
  • Negativer Free Cashflow für 2026 erwartet
  • Aktie reagiert mit deutlichen Kursgewinnen

Bayer unternimmt einen neuen Anlauf, um die jahrelangen US-Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Roundup zu beenden. Gestern stellte der Konzern einen umfassenden Vergleichsvorschlag in Höhe von bis zu 10,5 Milliarden US-Dollar vor, der eine langfristige Lösung für zehntausende Klagen vorsieht. Kann dieser Schritt die rechtliche Unsicherheit endlich dauerhaft beseitigen?

  • Vergleichsvolumen: Bis zu 10,5 Milliarden US-Dollar für aktuelle und künftige Fälle.
  • Bilanz: Erhöhung der Rechtsrückstellungen auf insgesamt 11,8 Milliarden Euro.
  • Cashflow: Negativer Free Cashflow für 2026 aufgrund der hohen Auszahlungen erwartet.
  • Termine: Veröffentlichung des Jahresberichts auf den 4. März verschoben.

Details des Vergleichspakets

Der Vorschlag umfasst zwei zentrale Säulen: Eine Sammelklage in St. Louis über 7,25 Milliarden US-Dollar soll bestehende und künftige Forderungen über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren abdecken. Damit will Bayer eine Lösung für rund 65.000 anhängige Fälle sowie potenzielle künftige Kläger schaffen, die Gesundheitsschäden durch glyphosathaltige Produkte geltend machen.

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Zusätzlich hat sich das Unternehmen auf separate Vergleiche in Höhe von mindestens 3 Milliarden US-Dollar geeinigt. Diese Mittel sind dazu bestimmt, bereits laufende Verfahren abzuschließen, einschließlich eines bedeutenden Urteils aus dem Bundesstaat Georgia.

Finanzielle Belastungen und Liquidität

Die finanziellen Auswirkungen für den Konzern sind massiv. In einer Ad-hoc-Mitteilung bestätigte Bayer gestern, dass die Rückstellungen für Rechtsrisiken von 7,8 Milliarden auf 11,8 Milliarden Euro aufgestockt wurden. Davon entfallen allein 9,6 Milliarden Euro spezifisch auf die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management mit Vergleichszahlungen von rund 5 Milliarden Euro. Dies wird voraussichtlich zu einem negativen Free Cashflow im Jahr 2026 führen. Um die Liquidität für diese Zahlungen sicherzustellen, hat sich das Unternehmen eine Kreditlinie über 8 Milliarden US-Dollar bei einem Bankenkonsortium gesichert. Infolgedessen wurde die Vorlage des Geschäftsberichts 2025 sowie der Ausblick auf 2026 vom ursprünglichen Termin Ende Februar auf den 4. März verschoben.

Marktreaktion und juristischer Ausblick

Anleger reagierten erleichtert auf die Aussicht, die juristischen Altlasten planbar zu machen. Die Aktie verzeichnete gestern im Tagesverlauf ein Plus von bis zu 8,4 Prozent und näherte sich im europäischen Handel der Marke von 50 Euro.

Trotz des Vergleichsangebots bleibt ein Termin im US-Rechtssystem entscheidend: Im April befasst sich der US Supreme Court mit der Revision in einem spezifischen Roundup-Fall. Ein für Bayer günstiges Urteil zur Frage der Vorrangigkeit von Bundesrecht gegenüber einzelstaatlichem Recht könnte die Haftungsrisiken in Zukunft weiter begrenzen. Die detaillierten Finanzzahlen und die neue Prognose wird der Vorstand am 4. März präsentieren.

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