Bayer Aktie: Roundup-Urteil vor Weihnachten?

Goldman Sachs und UBS setzen 66 Euro als Kursziel; Bayer steigert den Pharmabereich, senkt den Quartalsverlust und hebt die Jahresprognose an.

Die Kernpunkte:
  • Goldman Sachs erhöht Ziel auf 66 Euro
  • UBS nennt ebenfalls 66 Euro
  • Pharmaumsatz wächst um 8,0 Prozent
  • Quartalsverlust sinkt auf 672 Millionen Euro

Goldman Sachs hat das Kursziel für Bayer am Mittwoch Medienberichten zufolge von 63,50 auf 66 Euro angehoben. Die Einstufung blieb bei „Buy“. Damit änderte das Analysehaus seine Zielmarke, nicht aber seine Kaufempfehlung für die Aktie.

Die Bayer-Aktie stieg gestern um 2,6% und schloss bei 55,46 €. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dieser Tagesbewegung und der Analystenentscheidung hat Goldman Sachs nicht genannt.

Höhere Kursziele nach den Quartalszahlen

Bereits am Dienstag hatte UBS Medienberichten zufolge ihr Kursziel von 62 auf 66 Euro erhöht und die Einstufung „Buy“ beibehalten. Beide Häuser nennen damit dieselbe Zielmarke für Bayer.

Im dritten Quartal 2026 profitierte Bayer nach eigenen Angaben von der starken Pharmasparte. Deren Umsatz stieg um 8,0 % auf 4,680 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bereichs legte um 23,6 % zu.

Mit den Zahlen zum dritten Quartal 2026 erhöhte Bayer die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis des Gesamtjahres. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen erwartet der Konzern 9,8–10,3 Milliarden Euro statt zuvor 9,6–10,1 Milliarden Euro.

Unter dem Strich blieb Bayer im dritten Quartal 2026 allerdings in der Verlustzone. Der Nettoverlust sank gegenüber dem Vorjahresquartal von 963 Millionen auf 672 Millionen Euro.

Roundup-Vergleich wartet auf Gerichtsentscheidung

Beim vorgeschlagenen Roundup-Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar erwartete CEO Bill Anderson am Dienstag eine gerichtliche Entscheidung noch vor Weihnachten. Das berichtete Reuters. Der Vergleich stand zu diesem Zeitpunkt unter Prüfung eines Gerichts in Missouri.

Am 30. Oktober hatte eine Jury in Missouri einstimmig zugunsten der Bayer-Tochter Monsanto im Roundup-Verfahren von drei Klägerinnen entschieden. Laut Bayer war dies der erste Roundup-Prozess seit der Entscheidung des US Supreme Court.

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