Bayer Aktie: Rückenwind von zwei Seiten

Die Bayer-Aktie profitiert von einer Analysten-Hochstufung durch die UBS und positiven klinischen Daten für das Medikament Finerenon, stößt jedoch erneut an die 40-Euro-Marke.

Die Kernpunkte:
  • UBS stuft von Neutral auf Buy hoch
  • Positive Phase-3-Daten für Finerenon
  • Kurs nähert sich 40-Euro-Schwelle
  • Optimistisches Kursziel von 52 Euro

Gleich zwei positive Signale treffen heute auf Bayer: eine Hochstufung durch die UBS und frische Studiendaten zu einem der wichtigsten Medikamente im Portfolio. Die Aktie zieht daraufhin spürbar an — stößt aber prompt gegen eine bekannte Hürde.

Die 40-Euro-Marke: Magnet und Widerstand zugleich

Zum Wochenstart kletterte der Kurs um knapp drei Prozent auf rund 39,80 Euro. Damit rückt die psychologisch bedeutsame Schwelle von 40 Euro erneut in Reichweite — doch genau dort hatte die Aktie zuletzt immer wieder innegehalten. Kurz oberhalb dieser Marke verlaufen zudem mehrere viel beachtete Durchschnittslinien, die als technische Widerstände wirken.

Die UBS hat ihre Einschätzung heute von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben und das Kursziel von 48 auf 52 Euro hochgeschraubt. Analyst Matthew Weston begründet den Schritt unter anderem mit einer veränderten Risikoeinschätzung rund um die Glyphosat-Causa: Er sieht inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Sollte der US-Supreme Court demnächst ein günstiges Grundsatzurteil fällen, könnte eine jahrelange juristische Belastung endlich Geschichte sein.

Finerenon überrascht positiv

Unabhängig davon liefert Bayer heute pharmazeutischen Rückenwind. In einer zulassungsrelevanten Phase-3-Studie erreichte der Wirkstoff Finerenon — bekannt unter dem Markennamen Kerendia — seinen primären Endpunkt bei einer chronischen Nierenerkrankung nicht-diabetischen Ursprungs. Im Vergleich zur Standardtherapie verlangsamte die zusätzliche Gabe das Fortschreiten der Erkrankung signifikant, bei gleichzeitig gutem Verträglichkeitsprofil.

Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Erstens leidet mehr als die Hälfte aller chronisch Nierenerkrankten unter der nicht-diabetischen Variante — ein erheblich größeres Patientenkollektiv als die bisher zugelassene Indikation. Zweitens war in einer früheren Studie unter ähnlichen Bedingungen noch keine nennenswerte Verbesserung erzielt worden. Der Erfolg jetzt ist also keine Selbstverständlichkeit.

Goldman-Sachs-Analyst James Quigley spricht von einer positiven Überraschung und sieht die Ergebnisse als Bestätigung für die langfristigen Umsatzerwartungen an das Präparat — auch wenn diese Indikation für sich genommen noch von nachrangiger Bedeutung bleibt.

Langfristig wieder Boden gewonnen

Seit dem Tief Mitte November hat die Aktie sich in der Spitze fast verdoppelt — angetrieben von starken Daten zum Schlaganfall-Kandidaten Asundexian sowie den Glyphosat-Entwicklungen. Dadurch notiert der Kurs nun wieder komfortabel über der 200-Tage-Linie, was charttechnisch als stabile Ausgangsbasis gilt.

Ob der heutige Schwung reicht, um die 40-Euro-Marke nachhaltig zu überwinden, wird die nächsten Handelstage zeigen. Das UBS-Kursziel von 52 Euro — und damit sogar über dem bisherigen Jahreshoch von knapp 50 Euro — lässt zumindest keinen Zweifel daran, wo die optimistischen Stimmen die Reise hingehen sehen.

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