Bayer Aktie: Schlaganfall-Hoffnung aus China!
Neue Arzneimittel glichen im dritten Quartal die Schwäche von Crop Science mehr als aus und ermöglichten Bayer eine höhere Prognose.

- Asundexian in China zugelassen
- AHA-Analyse zu Asundexian angekündigt
- Sevabertinib in China zugelassen
- Darolutamid senkte Metastasen- oder Sterberisiko um 58 Prozent
Bayer hat am Dienstag neue Daten zu Herz-Kreislauf-, Nieren- und Schlaganfallmitteln für die AHA Scientific Sessions angekündigt. Auf der Tagung vom 6. bis 9. November 2026 soll unter anderem eine sogenannte Late-Breaking-Analyse zu Asundexian aus der OCEANIC-STROKE-Studie vorgestellt werden.
Asundexian nach Zulassung im Blickpunkt
Für Asundexian meldete Bayer bereits am 26. Oktober einen regulatorischen Erfolg: Chinas Arzneimittelbehörde NMPA ließ das Mittel unter dem Markennamen Sunharbo zu. Die Zulassung gilt zur Verringerung des Schlaganfallrisikos nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-TIA. Nach Unternehmensangaben ist Asundexian der erste in China zugelassene Faktor-XIa-Hemmer.
Die angekündigte Analyse auf der AHA-Tagung gehört zu einem breiteren Präsentationsprogramm des Konzerns. Bayer will dort neben Schlaganfallmitteln auch neue Daten zu seinen Herz-Kreislauf- und Nierenmitteln vorstellen.
Weitere Fortschritte im Pharmageschäft
Am Mittwoch erhielt Bayer in China zudem die Zulassung für Sevabertinib als Erstlinienbehandlung bei Erwachsenen mit HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Sie umfasst nicht resezierbare, lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankungen. Bayer zufolge basiert die Entscheidung auf Ergebnissen der laufenden Phase-I/II-Studie SOHO-01.
Für Darolutamid hatte Bayer am 24. Oktober eine positive Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP gemeldet. Bei Prostatakrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko verringerte die Kombination aus Darolutamid, Androgendeprivationstherapie und Strahlentherapie das Risiko für Metastasen oder Tod gegenüber Placebo um 58 Prozent.
Auch die am Dienstag veröffentlichten Geschäftszahlen unterstrichen die Bedeutung der Pharmasparte. Laut Reuters glichen deren neue Medikamente die Schwäche des Agrargeschäfts mehr als aus und ermöglichten die Prognoseanhebung. Im dritten Quartal 2026 erreichte das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen 1,615 Milliarden Euro. Bayer meldete zugleich rückläufige Umsätze bei Crop Science im saisonal schwachen Quartal.
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