Bayer Aktie: Solide Marktposition!

Der US-Supreme Court verhandelt einen Grundsatzfall, der den Großteil der 61.000 anhängigen Glyphosat-Klagen gegen Bayer obsolet machen könnte. Analysten rechnen mit einer deutlichen Entlastung.

Die Kernpunkte:
  • Supreme Court prüft zentrale Rechtsfrage zu Warnhinweisen
  • US-Regierung unterstützt Position des Chemiekonzerns
  • Rund 80 Prozent der Klagen könnten hinfällig werden
  • Aktie erreicht höchsten Stand seit Herbst 2023

Der Oberste Gerichtshof der USA nimmt den Fall Durnell zur Verhandlung an – und könnte damit den jahrelangen Glyphosat-Rechtsstreit grundlegend klären. Für Bayer steht viel auf dem Spiel: Rund 61.000 anhängige Klagen und Milliarden an möglichen Rückstellungen hängen von dieser Entscheidung ab.

Die wichtigsten Fakten:
– Supreme Court prüft „Federal Preemption” bei Glyphosat-Klagen
– US-Regierung empfiehlt Entscheidung zugunsten von Bayer
– Rund 80 Prozent der Klagen könnten obsolet werden
– Urteil wird bis Juni 2026 erwartet
– Aktie erreicht mit 44,98 Euro höchsten Stand seit Herbst 2023

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Die Grundsatzfrage

Im Kern geht es um eine fundamentale Rechtsfrage: Kann die Zulassung von Roundup durch die US-Umweltbehörde EPA – ohne Krebs-Warnhinweis – Klagen auf Ebene einzelner Bundesstaaten ausschließen? Die Bundesgerichte sind sich hier uneinig. Während der Third Circuit Court of Appeals im Fall Schaffner zugunsten von Bayer entschied, urteilten der Ninth und Eleventh Circuit sowie ein Missouri-Berufungsgericht gegenteilig.

Solicitor General John Sauer unterstützte im Dezember 2025 im Namen der US-Regierung die Bayer-Position. Seine Argumentation: Die EPA habe wiederholt festgestellt, dass Glyphosat für Menschen nicht krebserregend sei. Ein Hersteller könne nicht gezwungen werden, sich an „50 unterschiedliche Vorgaben der Bundesstaaten” zu halten, wenn die Bundesbehörde bereits Gesundheitshinweise definiert habe.

Dimension des Rechtsstreits

Seit der Monsanto-Übernahme 2018 für 63 Milliarden Dollar kämpft Bayer gegen eine massive Klagewelle. Von insgesamt 170.000 eingereichten Klagen wurden etwa 130.000 bereits beigelegt. Die bisherigen Vergleiche und Rückstellungen summieren sich auf über 11 Milliarden Dollar. Noch immer sind rund 61.000 Fälle anhängig.

Der Fall Durnell selbst wurde im Oktober 2023 in Missouri verhandelt. Die Jury sprach dem Kläger 1,25 Millionen Dollar zu, verweigerte jedoch Strafschadenersatz. Nach erfolglosen Berufungen beantragte Monsanto im April 2025 die Überprüfung durch den Supreme Court.

Analysten rechnen mit Entlastung

JP Morgan verweist darauf, dass rund 80 Prozent der Klagen auf dem Vorwurf fehlender Warnhinweise basieren. Ein positiver Richterspruch könnte daher zu einer deutlichen Reduzierung der Rückstellungen führen. Die Bank bekräftigte ihr „Overweight”-Rating mit einem Kursziel von 50 Euro.

Kepler Cheuvreux bezeichnet die Annahme als „Schritt zwei von drei” zur Beendigung der Rechtsstreitigkeiten. Die Analysten kalkulieren einen Abschlag von zehn Milliarden Euro für Rechtsrisiken in ihren Bewertungsmodellen ein. Barclays hob die Aktie auf „Overweight” mit Kursziel 50 Euro an, Goldman Sachs bestätigte „Buy” bei 42,50 Euro.

Aktie auf Mehrjahreshoch

Die Anleger reagierten deutlich: Am 19. Januar legte die Aktie um knapp 7 Prozent zu – der größte Tagesgewinn seit Anfang Dezember. Im Wochenverlauf erreichte das Papier 44,98 Euro, den höchsten Stand seit Herbst 2023. Die Jahresperformance liegt bei über 111 Prozent.

Allerdings mahnen die technischen Indikatoren zur Vorsicht. Der RSI-Wert notiert mit über 75 im überkauften Bereich, die Volatilität liegt bei über 73 Prozent annualisiert.

Am 24. Februar folgen die Quartalszahlen für Q4/2025. Die endgültige Klärung im Fall Durnell erwartet Bayer bis Juni 2026. Ein positives Urteil würde nicht nur Rechtssicherheit schaffen, sondern die Bilanz nachhaltig entlasten.

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