Bayer Aktie: Supreme-Court-Urteil zu Glyphosat im Juni
Bayer treibt Nubeqa-Studie voran, während Glyphosat-Urteil und Vergleichstermin den Sommer prägen.

- Neue Nubeqa-Studie geplant
- Glyphosat-Urteil im Juni erwartet
- Vergleichsfrist endet am 4. Juni
- Aktie bleibt unter 38 Euro
Bayer bekommt Rückenwind aus der Pharma-Pipeline, bleibt aber im Agrargeschäft unter Druck. Genau dieser Gegensatz prägt die Aktie: Nubeqa soll weiter wachsen, während Glyphosat juristisch und regulatorisch nicht zur Ruhe kommt. Der Sommer liefert dafür gleich mehrere Termine.
Nubeqa soll breiter getestet werden
Olema Oncology plant für die zweite Jahreshälfte 2026 eine neue klinische Studie mit Nubeqa. Das Bayer-Medikament mit dem Wirkstoff Darolutamid soll dabei in Kombination mit anderen Wirkstoffen gegen Prostatakrebs untersucht werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?
Für Bayer ist das mehr als eine weitere Forschungsnotiz. Nubeqa zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Pharma-Sparte. Eine Ausweitung der Einsatzgebiete könnte das Umsatzpotenzial des Präparats stützen und dem Konzern helfen, die Abhängigkeit von problembehafteten Teilen des Portfolios zu verringern.
Operativ hat Bayer zuletzt solide Zahlen geliefert. Im ersten Quartal 2026 lag das Ergebnis je Aktie bei 2,81 Euro, der Konzernumsatz erreichte 13,41 Milliarden Euro. Die Pipeline-Fortschritte kommen damit in einer Phase, in der der Markt genau hinsieht, welche Sparten wirklich tragen.
Glyphosat bleibt der Belastungsfaktor
Im Agrargeschäft bleibt die Lage deutlich komplizierter. Eine Studie der RPTU Kaiserslautern-Landau, die in „Science“ thematisiert wurde, verweist auf eine weltweit stark gestiegene Pestizidtoxizität. Genannt werden unter anderem Brasilien, die USA und China.
Das trifft Bayer an einer empfindlichen Stelle. In Brasilien fordern Staatsanwälte ein Verbot von Glyphosat. Parallel setzt der Konzern auf eine Grundsatzentscheidung des US Supreme Court im Fall „Durnell“, die für Juni 2026 erwartet wird.
Ein für Bayer günstiges Urteil könnte die Unsicherheit über künftige Haftungsrisiken verringern. JPMorgan-Analyst Richard Vosser sieht in diesem Fall Potenzial für einen Kursanstieg von rund 5 Prozent. Der Hebel liegt weniger in neuen Umsätzen als in sinkender Rechtsunsicherheit.
Der Sommer wird konkret
Die Aktie schloss am Dienstag auf Xetra bei 37,82 Euro. Am Mittwochmorgen lagen die Tradegate-Taxen bei 37,67 zu 37,75 Euro. Damit bleibt der Markt vorsichtig, trotz der Fortschritte im Pharmageschäft.
Für die nächsten Wochen stehen vor allem drei Termine im Kalender:
- 4. Juni 2026: Ende der Opt-out-Frist für den geplanten Roundup-Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar
- Juni 2026: erwartete Supreme-Court-Entscheidung im Fall „Durnell“
- 9. Juli 2026: Anhörung vor Richter Timothy Boyer zur endgültigen Genehmigung des Vergleichs
Danach rückt die operative Entwicklung wieder stärker nach vorn. Am 4. August 2026 will Bayer die Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Für das Gesamtjahr liegt die durchschnittliche EPS-Schätzung derzeit bei 4,37 Euro — genug, um Fortschritte sichtbar zu machen, aber nicht genug, um die Glyphosat-Frage aus dem Kurs zu drängen.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 27. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




