Bayer Aktie: Verkauft Stivarga-Rechte an Grünenthal
Deutsche Bank Research prognostiziert für Bayer im dritten Quartal 1,3 Prozent Umsatzwachstum und ein um 10 Prozent niedrigeres operatives Ergebnis.

- Deutsche Bank setzt Kursziel auf 60 Euro
- Stivarga-Rechte für bis zu 375 Millionen Euro veräußert
- Amundi unterschreitet Drei-Prozent-Schwelle
- Bayer-Aktie liegt 4,5 Prozent über Trendlinie
Der Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern Bayer steuert auf die Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal 2026 zu. Während das Unternehmen die Weichen für die kommenden Monate stellt, zeichnet sich für das operative Geschäft ein gemischtes Bild ab. Am Markt richtet sich das Augenmerk vor allem auf die Ertragskraft in einem anhaltend anspruchsvollen Branchenumfeld.
Erwartungen an das operative Ergebnis
Einen konkreten Ausblick auf die anstehende Zwischenbilanz lieferte Deutsche Bank Research am 29. September. Analystin Virginie Boucher-Ferte stufte die Aktie mit „Buy“ ein und setzte das Kursziel auf 60 Euro fest.
Für das dritte Quartal 2026 rechnet die Expertin mit einem operativen Umsatzwachstum von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Beim operativen Ergebnis stellt sie sich hingegen auf Gegenwind ein: Hier erwartet Boucher-Ferte einen Rückgang um 10 Prozent.
Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung erhalten Anleger Anfang November. Bayer plant, die vollständigen Ergebnisse des dritten Quartals am 3. November um 07:30 Uhr mitzuteilen. Für 14:00 Uhr desselben Tages ist die Erläuterung der Zahlen im Rahmen des Earnings Calls angesetzt.
Portfolioumbau und strategische Schritte
Flankiert wird das operative Geschehen von fortlaufenden Anpassungen im Produktportfolio. Am 21. September vereinbarte der Konzern die Veräußerung der weltweiten Rechte an dem Krebsmedikament Stivarga an das Pharmaunternehmen Grünenthal. Die Vereinbarung sieht einen Transaktionswert von bis zu 375 Millionen Euro vor. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen streben beide Seiten den Vollzug der Transaktion für Ende 2026 oder Anfang 2027 an.
Auf Seiten der Anteilseigner ergaben sich ebenfalls Verschiebungen. Der französische Vermögensverwalter Amundi unterschritt am 23. September die Meldeschwelle von 3 Prozent der Stimmrechte an dem DAX-Konzern.
Bewertung und charttechnisches Niveau
An der Börse ging die Bayer-Aktie am Freitag mit einem Schlusskurs von 45,02 Euro aus dem Handel. Trotz kurzfristiger Schwankungen hält das Papier einen Puffer zum langfristigen Trend: Der Kurs notiert 4,5 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt, der bei 43,09 Euro verläuft.
Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 22 Prozent. Ob dieser Aufwärtstrend über das Gesamtjahr trägt, wird maßgeblich von den detaillierten Geschäftsberichten und der weiteren Entwicklung im Agrarsektor abhängen.
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