Bayer Aktie: Zahlen am 4. August

Washington prüft deutsche Medikamentenpreise. Bayer verzeichnet derweil FDA-Zulassung und Kursgewinne.

Die Kernpunkte:
  • US-Handelsuntersuchung gegen Deutschland
  • FDA lässt neues Kontrastmittel zu
  • Aktie mit 52 Prozent Jahresplus
  • Zahlen zum zweiten Quartal im August

Starke Pipeline-Erfolge auf der einen Seite, politischer Druck auf der anderen. Bei Bayer prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Die US-Regierung nimmt die deutsche Preisgestaltung für Medikamente ins Visier. Das könnte die lukrativen Gewinnmargen des Leverkusener Konzerns belasten.

Untersuchung bedroht US-Margen

Mitte Juni leitete der US-Handelsbeauftragte eine offizielle Untersuchung ein. Washington prüft, ob Deutschland innovative Medikamente unangemessen bepreist. Die Amerikaner argumentieren klar. Sie kritisieren, dass US-Patienten einen zu großen Teil der globalen Forschungskosten tragen.

Heute startet die öffentliche Kommentierungsphase in den USA. Eine offizielle Anhörung folgt im September. Für Bayer steht viel auf dem Spiel. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Einzelmarkt für die Pharmasparte.

Fortschritte im Kerngeschäft

Abseits der Politik liefert das operative Geschäft gute Nachrichten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA ließ kürzlich das neue MRT-Kontrastmittel Ambelvist zu. Das Präparat kommt mit einer besonders niedrigen Dosierung aus. Parallel dazu prüft die europäische Behörde EMA den Zulassungsantrag für den Hoffnungsträger Asundexian. Dieses Medikament soll künftig Schlaganfälle verhindern.

Auch an der juristischen Front gibt es Bewegung. Ein US-Bundesrichter verwies einen geplanten Sammelvergleich im Monsanto-Komplex zurück an ein Gericht in Missouri. Ein Etappensieg. Der Konzern strukturiert seine rechtlichen Altlasten damit weiter um.

Aktie zeigt Stärke

Anleger reagieren entspannt auf die Nachrichtenlage. Am Mittwoch schloss das Papier bei 39,88 Euro. Auf Wochensicht bedeutet das ein starkes Plus von fast acht Prozent. Auf Jahressicht steht sogar ein Zuwachs von rund 52 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Aufwärtstrend ist intakt. Aktuell notiert der Kurs knapp sechs Prozent über seiner 50-Tage-Linie. Für das laufende Jahr erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 4,37 Euro. Die nächste Bewährungsprobe steht bereits fest. Am 4. August präsentiert das Management die Zahlen zum zweiten Quartal.

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