Bayer Aktie: Zeitplan in Gefahr

Klägeranwälte fordern Aufschub für den geplanten Glyphosat-Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar. Die Verzögerung gefährdet Bayers Zeitplan und belastet die Aktie, während die Pharmasparte eine neue Zulassung erhält.

Die Kernpunkte:
  • Klägeranwälte fordern Verschiebung der Vergleichsanhörung
  • Geplanter Milliarden-Deal über 7,25 Mrd. Dollar in Gefahr
  • Aktie notiert im stark überverkauften Bereich
  • Pharmasparte erhält neue Zulassung für Eylea

Bayer will einen Schlussstrich unter das leidige Glyphosat-Thema ziehen, doch kurz vor der Ziellinie formiert sich Widerstand. Während der Konzern seine Bilanzvorlage extra verschoben hat, um den geplanten Milliarden-Vergleich einzubeziehen, fordern Klägeranwälte in den USA nun einen Aufschub. Für die Leverkusener droht damit eine Hängepartie, die den sorgfältig ausgearbeiteten Zeitplan ins Wanken bringt.

Anwälte bremsen Milliarden-Deal

Der Konflikt dreht sich um den vorgeschlagenen Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar, der Zehntausende Klagen beilegen soll. Anwaltskanzleien, die rund 20.000 Betroffene vertreten, haben bei einem Gericht in Missouri beantragt, die für den 4. März 2026 geplante Anhörung zur vorläufigen Genehmigung zu verschieben.

Die Juristen argumentieren, dass die Zeit zur Prüfung der erst am 17. Februar übermittelten Unterlagen nicht ausreiche. Das über 600 Seiten starke Vertragswerk erfordere eine gründliche Analyse, weshalb ein Aufschub von mindestens 60 Tagen gefordert wird. Bayer hält dagegen und bezeichnet den Vergleich als fair, doch die Unsicherheit belastet die Stimmung. Die Aktie verlor auf Monatssicht rund 7 Prozent und notiert mit einem RSI von 19,6 mittlerweile im stark überverkauften Bereich.

Lichtblick im Pharmageschäft

Abseits des juristischen Tauziehens kann die Pharmasparte operative Fortschritte vermelden. Die britische Aufsichtsbehörde MHRA erteilte dem Augenmedikament Eylea in der 8-Milligramm-Dosierung eine weitere Zulassung. Das Präparat darf nun auch bei Makulaödemen infolge eines Netzhautvenenverschlusses eingesetzt werden. Diese dritte Indikation im Vereinigten Königreich, basierend auf positiven Daten der Phase-III-Studie QUASAR, stärkt die Position des wichtigen Umsatzbringers.

Entscheidung am 4. März

Die kommenden Tage sind für die strategische Ausrichtung des Konzerns entscheidend. Das Management hatte die Präsentation der Jahreszahlen 2025 und des Ausblicks extra auf den kommenden Mittwoch, den 4. März 2026, terminiert, um die bilanziellen Folgen des Vergleichs direkt abbilden zu können. Sollte das Gericht dem Antrag auf Verzögerung stattgeben, müsste Bayer seine Kommunikation für das laufende Geschäftsjahr möglicherweise ohne die erhoffte juristische Klarheit gestalten.

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