Bayer: Asundexian reduziert Schlaganfälle um 26 Prozent
Bayer präsentiert positive Studiendaten zu Asundexian und Kerendia, während der Supreme Court über Roundup-Klagen verhandelt.

- Asundexian senkt Schlaganfallrisiko signifikant
- Kerendia erhält EU-Zulassung für Herzinsuffizienz
- Supreme Court verhandelt über Roundup-Klagen
- Bayer rechnet mit Milliardenausgaben für Rechtsstreit
Bayer hat gleich zwei klinische Erfolge im Gepäck — und muss heute trotzdem nach Washington schauen. Am Montag laufen die mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court im Roundup-Fall Durnell v. Monsanto. Das Urteil könnte darüber entscheiden, ob die jahrelange Klagewelle endlich eingedämmt wird.
Asundexian: Starkes Signal aus Phase III
Im April veröffentlichte Bayer die vollständigen Ergebnisse der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE im New England Journal of Medicine. Das Ergebnis ist klinisch bedeutsam: Asundexian reduzierte ischämische Schlaganfälle um 26 Prozent gegenüber Placebo — ohne erhöhtes Blutungsrisiko.
Es ist die erste erfolgreich abgeschlossene Phase-III-Studie eines FXIa-Inhibitors überhaupt. Die FDA hat dem Wirkstoff bereits den Fast-Track-Status erteilt. Für die sekundäre Schlaganfallprävention gilt Asundexian damit als ernsthafter Blockbuster-Kandidat.
Kerendia wächst in neue Indikationen
Bayers Nierenmittel Kerendia (Finerenon) bekommt mehr Spielraum. Die Europäische Kommission hat es für eine neue Indikation zugelassen: Herzinsuffizienz mit einer linksventrikulären Auswurfleistung von 40 Prozent oder mehr. Rund 15 Millionen Europäer leiden an Herzinsuffizienz — etwa die Hälfte davon fällt in diese Gruppe.
Im vergangenen Jahr erzielte Kerendia 829 Millionen Euro Umsatz. Bayer kalkuliert langfristig mit einem Spitzenumsatz von drei Milliarden Euro jährlich. Hinzu kommt eine fünfte erfolgreiche Phase-III-Studie: FIND-CKD zeigte, dass Finerenon auch bei nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung das Fortschreiten der Erkrankung verzögert. Bayer plant, diese Daten bei den Gesundheitsbehörden einzureichen.
Das Krebsmittel Nubeqa wuchs zuletzt um 57 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das Management sieht 2026 als letztes Jahr mit starkem Gegenwind durch auslaufende Patente für Xarelto und Eylea.
Roundup bleibt das größte Risiko
Die pharmazeutischen Fortschritte treffen auf ein finanziell belastetes Umfeld. Rund fünf Milliarden Euro plant Bayer für klagebezogene Auszahlungen im laufenden Jahr ein. Der freie Cashflow dürfte dadurch auf minus 1,5 bis minus 2,5 Milliarden Euro fallen.
Der Supreme Court hat den Fall angenommen, weil die US-Berufungsgerichte gespalten sind: Der Third Circuit entschied, dass Bundesrecht staatliche Klagen verdrängt. Der Ninth und Eleventh Circuit urteilten gegenteilig. Die Trump-Regierung stellte sich durch den Solicitor General auf die Seite von Monsanto. Eine Entscheidung wird bis Ende Juni erwartet.
Parallel läuft ein Vergleichsvorschlag über 7,25 Milliarden US-Dollar, der aktuelle und künftige Klagen wegen angeblicher krebsverursachender Wirkung von Roundup beilegen soll — einen Vorwurf, den Bayer zurückweist.
Die Aktie notiert bei 38,50 Euro und liegt damit rund 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro. Im Zwölf-Monats-Vergleich steht dennoch ein Plus von fast 68 Prozent. Das Supreme-Court-Urteil im Juni wird zeigen, ob dieser Kursaufbau auf stabilem Fundament steht.
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