Bayer begeistert nicht

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer konnte mit seinen Zahlen für 2017 nicht begeistern. Allerdings hatten die Analysten durch die geplante Monsanto-Übernahme und den Covestro-Verkauf auch nicht wirklich damit gerechnet. Aber auch der Ausblick für 2018 überzeugte am Mittwoch nicht. Denn:

Für das laufende Jahr rechnet Bayer nur mit einem Umsatz von rund 35 Milliarden Euro, was auf dem 2017er Niveau liegt. Auch das Ebitda, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vor Sonderposten, wird auf Vorjahresniveau geschätzt, es lag in 2017 mit 9,29 Milliarden Euro knapp unter dem Ergebnis von 2016.

Monsanto-Übernahme im zweiten Quartal

Ein Grund für die Konzern-Ergebnisse war natürlich die geplante Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto. Nach Einschätzung der Leverkusener soll der 66 Milliarden US-Dollar-Deal erst im zweiten Quartal dieses Jahres vollzogen werden. Es zeichne sich laut Konzernchef Werner Baumann ab, dass die Prüfverfahren der Kartellbehörden mehr Zeit in Anspruch nähmen. “Unser Ziel ist es jetzt, die Transaktion im zweiten Quartal 2018 abschließen zu können.”

Agrargeschäft schwächelt

Doch gerade im Agrargeschäft CropScience, das ja durch den Monsanto-Deal deutlich erweitert werden soll, verzeichnete Bayer einen kräftigen Rückgang im Ergebnis. Hier sank der Gewinn um 16% auf 2 Milliarden Euro, was auf einen Mix auf Währungseffekte und strukturelle Probleme zurückzuführen ist. Auch die Sparte der rezeptfreien Medikamente ist in 2017 deutlich geschrumpft, hier sanken der Umsatz um 3 und der Gewinn sogar um 13%.

Das vierte Quartal von Bayer ist besonders negativ ausgefallen. Hier sank das Konzern-Ebitda um mehr als 1% auf 1,78 Milliarden Euro. Nur Zuwächse im Pharmageschäft sowie im Bereich der Tiergesundheit konnten einen stärkeren Rückgang verhindern.

Pharma stabilisiert das Ergebnis

Im Pharmabereich stiegen der Umsatz in 2017 nominal um 2,6% auf 16,8 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen um 8,8% auf 5,7 Milliarden Euro. Gedrückt wurden die Ergebnisse nur vom schwachen Dollar. Wechselkursbereinigt legte die Sparte kräftiger zu. Positiv zeigt sich zudem die bilanzielle Verfassung von Bayer. Die Nettoverschuldung sank 2017 um 70% auf 3,4 Milliarden Euro.

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer konnte mit seinen Zahlen für 2017 nicht begeistern. Allerdings hatten die Analysten durch die geplante Monsanto-Übernahme und den Covestro-Verkauf auch nicht wirklich damit gerechnet. Aber auch der Ausblick für 2018 überzeugte am Mittwoch nicht. Denn:

Verhaltener Ausblick

Für 2018 peilen die Leverkusener ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein Ergebnis im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Dies ohne Effekte aus Wechselkursveränderungen sowie Zu- und Verkäufe. Das liegt zum großen Teil auch an dem erwarteten schwachen Dollar.

%d Bloggern gefällt das: