Bayer nach Monsanto-Übernahme: Die erste Anzeige ist da!

Nur wenige Tage, nachdem DAX-Wert Bayer die Übernahme des amerikanischen Saatgut- und Düngemittel-Spezialisten Monsanto als vollzogen gemeldet hat, kommt schon der erste Ärger. Dies in Gestalt eines französischen Imker-Verbandes.

Dieser hat Anzeige gegen den Chemiekonzern eingereicht. Begründet wird dies mit festgestellten Rückständen des Unkrautvernichtung Glyphosat im Honig. Der Stoff Glyphosat ist Hauptbestandteil des Pflanzenschutzmittels Roundup, das bisher von Monsanto vertrieben wurde und nun durch die Übernahme im Bayer-Portfolio gelandet ist.

Glyphosat bleibt umstritten

In Politik, bei Verbraucherschützern und der Landwirtschaft ist Glyphosat heftig umstritten, weil es verschiedene Studien als möglicherweise krebserregend einstufen. Die Europäische Union hatte die Zulassung von Glyphosat allerdings erst im vergangenen Herbst um fünf Jahre verlängert. Der Versuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, danach Roundup/Glyphosat in Frankreich selbst verbieten zu lassen, scheiterte letztlich im Parlament.

Aktie von Bayer macht derzeit keine gute Figur

Geht es nach Recht und Gesetz, dürfte die Anzeige des Imkerverbandes kaum Aussicht auf Erfolg haben. Aber es sollte Bayer eine Warnung sein, was man sich auch hinsichtlich der Reputation und der öffentlichen Wahrnehmung mit Monsanto und seinen Produkten eingehandelt hat. Nicht umsonst soll der Markenname Monsanto auch verschwinden.

Ob die Klage nun auslösender Aspekt ist, warum die Aktie von Bayer mit einem Abschlag ins Wochenende gehen muss, bleibt dahingestellt. Insgesamt gilt allerdings, dass der Wert der Zeit größere Probleme hat, sich aus dem aktuellen Seitwärtstrend zwischen rund 98-102 Euro wieder zu lösen.

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