BayWa Aktie: Hoffnungslos verzettelt?
Die BayWa AG warnt vor Rückschlägen im Restrukturierungsprozess, vor allem durch Probleme im Erneuerbare-Energien-Geschäft. Gleichzeitig formiert sich der Aufsichtsrat neu.

- Sanierungskonzept muss angepasst werden
- Erneuerbare-Energien-Sparte belastet Margen
- Personeller Umbau im Aufsichtsrat
- Intensivierte Gespräche mit Gläubigerbanken
Die BayWa AG kämpft erneut mit Rückschlägen im Restrukturierungsprozess. Das Münchener Unternehmen warnte via Ad-hoc-Mitteilung, dass die gesteckten Sanierungsziele gefährdet sind. Gleichzeitig formiert sich im Aufsichtsrat ein personeller Umbau – auf Druck der Gläubigerbanken.
Erneuerbare-Energien-Sparte belastet
Im Zentrum der Probleme steht die Tochtergesellschaft BayWa r.e. Veränderte Marktbedingungen belasten die Ertragslage der Erneuerbare-Energien-Sparte deutlich stärker als ursprünglich erwartet. Besonders das schwierige US-Geschäft setzt die Projektmargen unter Druck.
Der Vorstand bestätigte, dass diese Entwicklungen Abweichungen von der bisherigen Geschäftsplanung verursachen. Das ursprüngliche Sanierungskonzept, das die finanzielle Gesundung bis Ende 2028 sicherstellen sollte, muss nun angepasst werden. Die Gespräche mit Finanzierungspartnern wurden intensiviert, um die Fortführungsprognose zu untermauern.
Die wichtigsten Fakten:
- Sanierungsziele gefährdet durch schwache BayWa r.e.-Performance
- Anpassungen am Restrukturierungskonzept notwendig
- US-Markt belastet Projektmargen im Erneuerbare-Energien-Segment
- Intensivierte Gespräche mit Gläubigerbanken laufen
Aufsichtsrat unter Druck
Parallel zu den operativen Herausforderungen vollzieht sich ein Umbau im Kontrollgremium. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder sollen ihre Mandate niederlegen – eine Reaktion auf Forderungen der Gläubigerbanken und Anteilseigner. Die personellen Konsequenzen gelten als notwendiger Schritt, um das Vertrauen der Finanzierer zurückzugewinnen.
Kurs bleibt volatil
Die im Regulierten Markt gehandelten Aktien (ISIN: DE0005194005) zeigten sich im Wochenverlauf volatil und notierten zuletzt bei rund 16,70 Euro. Diese spezifische Aktiengattung weist eine geringere Handelsliquidität auf als die vinkulierten Namensaktien, was zu größeren Spreads führen kann.
Immerhin: Im operativen Kerngeschäft läuft es. Die Agrarsparte konnte den weltweit ersten Traktor der neuen Fendt 800 Vario Gen5-Reihe an einen Kunden in Franken übergeben. Das unterstreicht, dass die Vertriebskraft im traditionellen Landtechnik-Segment intakt bleibt – trotz der Schuldenlast aus den Expansionsjahren.
Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob BayWa die Neuverhandlungen mit den Gläubigern erfolgreich abschließen kann. Bis zum Jahresende 2028 bleibt nicht mehr viel Zeit, um den Turnaround zu schaffen.
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