BayWa Aktie: Neue US-Risiken
Der BayWa-Konzern investiert Millionen in sein Baustoffgeschäft, während politische Pläne in den USA die zentrale Erneuerbaren-Sparte und damit den gesamten Sanierungskurs gefährden.

- 7,9 Millionen Euro Investition in Baustoffsparte
- US-Gesetzesvorhaben bedroht Erneuerbaren-Tochter
- Sanierungsplan basiert auf Wert der Energiesparte
- Hohe Schuldenlast von über fünf Milliarden Euro
Ein Lebenszeichen mitten in der Sanierung: Der angeschlagene Mischkonzern investiert trotz finanzieller Engpässe Millionen in sein Kerngeschäft. Doch über diesem operativen Lichtblick braut sich in den USA ein Gewitter zusammen, das die Rettung der BayWa gefährden könnte. Droht dem mühsam erarbeiteten Sanierungsplan nun Gegenwind aus Washington?
- Investition: 7,9 Millionen Euro fließen in die Baustoffsparte.
- Bedrohung: US-Gesetzesänderungen gefährden die Erneuerbare-Energien-Tochter.
- Hintergrund: Sanierungsplan seit Juni 2025 rechtskräftig, Schuldenlast weiterhin hoch.
Operatives Signal trotz Schuldenberg
Die BayWa versucht, im Tagesgeschäft wieder Tritt zu fassen. Wie das Unternehmen mitteilte, fließen insgesamt 7,9 Millionen Euro in zwei bayerische Standorte der Baustoffsparte. Der Löwenanteil von 6,2 Millionen Euro entfällt auf den Neubau eines Betriebs im niederbayerischen Pocking, der im Mai 2024 einem Brand zum Opfer fiel. Weitere 1,7 Millionen Euro investiert der Konzern in den Umbau eines Standorts in Ansbach.
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Diese Ausgaben sind bemerkenswert, da der Konzern nach einem Rekordverlust von rund 1,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024 jeden Cent zweimal umdrehen muss. Jochen Schneider, Leiter der Standortentwicklung, begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, Marktanteile für die Zeit nach der Baukrise zu sichern. Das Management will damit demonstrieren, dass die operative Substanz trotz des laufenden Restrukturierungsverfahrens gepflegt wird.
Gefahr für die „Cashcow“
Die Freude über die lokalen Investitionen wird jedoch durch Nachrichten aus den USA gedämpft. Der dortige Markt ist für die Tochtergesellschaft BayWa r.e. – das eigentliche Tafelsilber des Konzerns – von zentraler Bedeutung. Politische Bestrebungen rund um das Gesetzesvorhaben „One Big Beautiful Bill“ sehen vor, Steueranreize für erneuerbare Energien massiv zu kürzen.
Für die BayWa ist das mehr als nur ein theoretisches Risiko. Sollten Projektpipelines in den USA unrentabel werden, drohen Abschreibungen und sinkende Margen. Dies trifft den Konzern an seiner empfindlichsten Stelle: Der Sanierungsplan, der erst im Juni 2025 gerichtlich bestätigt wurde, basiert maßgeblich auf der Werthaltigkeit der Erneuerbaren-Sparte. Marktbeobachter warnen, dass sinkende Bewertungen bei der Tochter den gesamten Entschuldungskurs ins Wanken bringen könnten.
Verkaufserlöse entscheidend
Die Situation bleibt fragil. Zwar sorgt der Ausbau der Baustoffsparte für eine gewisse Stabilität im Heimatmarkt, doch die Altlasten von über 5 Milliarden Euro Schulden drücken weiterhin massiv. Die Strategie zur Schuldenreduzierung bis 2028 hängt eng mit einem geplanten Anteilsverkauf an der BayWa r.e. zusammen. Sollten die US-Pläne die Bewertung der Tochter drücken, würde dies die geplante Erlösstruktur der Sanierung direkt untergraben.
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