BayWa Aktie: Schuldenabbau setzt Zeichen

BayWa startet mit einer zentralen Weichenstellung ins Börsenjahr 2026: Der Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra Group ist abgeschlossen und bringt dem Konzern spürbare Entlastung bei der Verschuldung. Nach einem sehr schwachen Vorjahr rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob der Titel aus der Krisenphase herausfindet.
Verkauf von Cefetra als Kern der Restrukturierung
Das Management hat den angekündigten Schritt vollzogen und sämtliche Anteile an der Cefetra Group B.V. an ein Investorenkonsortium veräußert. Der Deal bildet einen wichtigen Baustein der laufenden Restrukturierung und zielt klar auf die Bilanzseite.
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Die finanziellen Eckdaten im Überblick:
- Kaufpreis: rund 125 Millionen Euro Mittelzufluss
- etwa 80 Millionen Euro bei Vollzug
- weitere 45 Millionen Euro in einer zweiten Tranche
- Schuldenabbau: Bankverbindlichkeiten sinken durch Entkonsolidierung und Tilgung um mehr als 600 Millionen Euro
- Zusatzliquidität: zusätzliche 62 Millionen Euro durch Rückführung von Gesellschafterdarlehen
Der Verkauf war ursprünglich bereits für den Herbst vorgesehen, kam damals aber nicht zustande. Der nun erfolgte Abschluss nimmt eine wesentliche Unsicherheit vom Tisch und bestätigt den eingeschlagenen Sanierungskurs.
Entschuldung verschafft Luft
Neben dem Cefetra-Verkauf haben bereits 2025 weitere Veräußerungen – unter anderem Beteiligungen an RWA und Energiedienstleistern – zur Reduktion der Schulden beigetragen. Insgesamt summiert sich der Abbau der Bankverbindlichkeiten damit auf rund 1,3 Milliarden Euro.
Die deutlich geringere Verschuldung verbessert die Bilanzrelationen und reduziert das Risiko einer kurzfristigen Zahlungsunfähigkeit spürbar. BayWa gewinnt damit finanziellen Spielraum, um das operative Geschäft zu stabilisieren, anstatt vor allem auf Liquiditätssicherung fokussiert zu sein.
Kurs und Charttechnik reagieren
Die Börse hat auf die Fortschritte bereits reagiert. Zum Jahresende 2025 legte die Aktie merklich zu und bewegte sich zuletzt im Bereich von 2,76 Euro. Aus charttechnischer Sicht gelten zwei Marken als positiv:
- der Anstieg über die Zone um 2,70 Euro
- das Überwinden der 38-Tage-Linie
Beides werten Marktbeobachter als erstes technisches Kaufsignal nach einem Jahr mit drastischem Kursrückgang, in dem die Aktie zeitweise rund 80 Prozent an Wert verloren hatte. Auf dem nun deutlich niedrigeren Bewertungsniveau sehen vor allem risikobereite Investoren wieder Einstiegschancen, gestützt auf die Aussicht einer möglichen Neubewertung nach dem Asset-Verkauf.
Ausblick: Bilanz stabiler, operatives Jahr entscheidend
Der Verkauf von Cefetra markiert einen wichtigen Fortschritt in der Sanierung und mildert die akute Liquiditätsbelastung deutlich. Die strukturelle Entschuldung durch den Schuldenabbau von rund 1,3 Milliarden Euro bildet eine neue Basis, auf der BayWa 2026 arbeiten kann. Entscheidend wird nun, ob sich das operative Kerngeschäft im laufenden Jahr stabilisiert und die verbesserte Bilanz in nachhaltige Ergebnisbeiträge übersetzt.
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