BayWa Aktie: Wichtiger Teilerfolg

BayWa reduziert Schulden um 600 Millionen Euro durch Verkauf der Cefetra Group. Die Sanierung des Konzerns hängt nun entscheidend vom Verkauf des schwächelnden Energiegeschäfts ab.

Die Kernpunkte:
  • Verkaufserlös von 125 Millionen Euro erzielt
  • Bankverbindlichkeiten sinken um über 600 Millionen
  • Gesamtschuldenabbau seit 2025 bei 1,3 Milliarden
  • Fokus liegt nun auf Verkauf der Sparte BayWa r.e.

Der angeschlagene Agrar-Konzern BayWa meldet Vollzug: Der Verkauf der Tochter Cefetra ist unter Dach und Fach. Während die Schuldenlast damit spürbar sinkt, bleibt die entscheidende Frage für Anleger: Reicht dieser Schritt, um die Sanierung bis 2028 zu sichern, oder droht beim nächsten Großprojekt neues Ungemach?

Bilanzielle Entlastung

Der Verkauf der niederländischen Cefetra Group bringt BayWa 125 Millionen Euro in die Kasse. Dieser Betrag entspricht exakt der Summe, die der Konzern im Jahr 2012 für den Einstieg gezahlt hatte. Wesentlich entscheidender für die Rettung des Unternehmens ist jedoch der Effekt auf die Bilanz: Durch die Entkonsolidierung und die Nutzung der Erlöse sinken die Bankverbindlichkeiten schlagartig um mehr als 600 Millionen Euro. Nachdem ein erster Verkaufsversuch im vergangenen Herbst noch an der Finanzierung des Käufers gescheitert war, gelingt nun im zweiten Anlauf die dringend benötigte Liquiditätszufuhr.

Mühsamer Weg zur Gesundung

Mit dieser Transaktion summiert sich der Schuldenabbau seit 2025 auf rund 1,3 Milliarden Euro. Das ist ein beachtlicher Fortschritt, deckt aber rechnerisch erst ein Drittel des vom Vorstand ausgegebenen Ziels ab. Der Sanierungsplan sieht vor, den massiven Schuldenberg bis 2028 um insgesamt vier Milliarden Euro zu verringern. Die erfolgreiche Abwicklung des Cefetra-Deals beweist die Handlungsfähigkeit des Managements, doch die schwerste Etappe steht noch bevor.

Sorgenkind Erneuerbare Energien

Der Fokus der Märkte verschiebt sich nun komplett auf das größte Desinvestitions-Projekt: den geplanten Verkauf der Tochter BayWa r.e. Diese Sparte, einst als Hoffnungsträger gefeiert, entwickelt sich im aktuellen Marktumfeld für Solar- und Windkraft deutlich schlechter als prognostiziert. Da die Erlöse aus diesem Verkauf fest im Sanierungsgutachten eingeplant sind, sorgen die operativen Schwächen für neue Unsicherheit. Das Management führt bereits vorsorgliche Gespräche mit den Banken, um mögliche Finanzierungslücken zu schließen. Der Cefetra-Verkauf verschafft zwar Luft, doch der Erfolg der gesamten Restrukturierung steht und fällt mit der Lösung für das schwächelnde Energiegeschäft.

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