Beate Uhse: Fehlstart auf dem Weg zur Restrukturierung

Für den Erotikspezialisten Beate Uhse läuft es alles andere als gut. Sinkende Umsätze machten eine Restrukturierung des gesamten Unternehmens notwendig. Zugleich verkündete der Konzern den Abschied vom klassischen Kataloggeschäft und will sich künftig stärker auf die Digitalisierung konzentrieren.

© Beate Uhse
© Beate Uhse

Kritiker könnten nun anmerken, dass dieser Schritt zu spät kommt und man diesen Weg schon hätte viel früher beschreiten müssen, um der seit Jahren zunehmenden Zahl an Online-Aktivitäten gerecht zu werden.

Am Ende des Weges ist Beate Uhse noch lange nicht. Das wurde auch aus den Zahlen für das erste Quartal dieses Geschäftsjahres deutlich, welches deutlich unter den eigenen Erwartungen des Konzerns lag.

Beate Uhse: Geringe Teilnahme an der Gläubigerversammlung

Ein Grund dafür, dass sich der Konzern finanziell restrukturieren will, was für die Inhaber der Anleihen mit entsprechenden Einbußen verbunden wäre. Gestern fand nun die erste Anleihengläubigerversammlung statt. Allerdings war die Präsenz sehr gering, es nahmen lediglich Anleihengläubiger in Höhe von 12,52% der ausstehenden Schuldverschreibungen teil.

Neuer Anlauf erfolgt in Kürze

Das reichte für eine Beschlussfassung nicht, da hierfür mindestens 50% hätten vertreten sein müssen. Jetzt soll am 06. Juli eine zweite Anleihengläubigerversammlung stattfinden, auf welcher für eine Beschlussfassung mindestens 25% vertreten sein müssen.

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Zugleich soll den Gläubigern aller Voraussicht nach bis zum 26. Juni das Sanierungsgutachten gegen Unterzeichnung einer Haftungsbegrenzungsvereinbarung zur Verfügung gestellt werden.

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