Bei IBM sinkt der Umsatz weiter, aber die Erlöse legen zu

Der amerikanische IT-Riese IBM kämpft schon seit Jahren mit rückläufigen Umsätzen. Und auch im Schlussquartal des letzten Geschäftsjahres konnte der Konzern nicht mit einem Wachstum der Erlöse aufwarten. Denn der starke Dollar und schwächelnde Verkäufe im traditionellen Computer-Geschäft haben IBM zum Jahresende einen weiteren Umsatzrückgang eingebrockt.

Die Erlöse sanken im vierten Quartal um 1,3 % zum Vorjahreszeitraum auf 21,77 Mrd. Dollar, das sind umgerechnet 20,5 Mrd. Euro. Zur Überraschung der Analysten, denn diese hatten mit noch weniger Umsatz gerechnet. Das Geschäft von IBM schrumpft seit mehr als vier Jahren und das letzte Quartal war sogar das 19. mit einem Minus-Ergebnis infolge.

IBM steigert Überschuss

Dennoch konnte der Konzern den Überschuss von 4,46 Mrd. auf 4,50 Mrd. Dollar leicht steigern. Und auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017 überraschte positiv: Denn IBM stellt einen bereinigten Gewinn von mindestens 13,80 Dollar je Aktie in Aussicht.

Zu schaffen macht den Amerikanern, die etwa die Hälfte ihrer Erlöse im Ausland erzielen, zum Beispiel der starke Dollar und auch im traditionellen Kerngeschäft tut man sich weiterhin schwer. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Gewinn um 11 % auf unter dem Strich 11,9 Mrd. Dollar. Die Erlöse gingen ebenfalls um 2 % auf 79,9 Mrd. Dollar zurück.

Weg vom Computer-Geschäft, hin zur Cloud

Das Unterehmen versucht, sich vom klassischen Computer-Hersteller zum modernen Anbieter von Cloud-Diensten im Internet, Daten-Analyse, künstlicher Intelligenz und Sicherheits-Software zu wandeln, ähnlich wie die Rivalen Oracle und Microsoft. Diese Bereiche, mit denen Vorstandschefin Ginni Rometty in Zukunft punkten will, schafften ein Umsatzplus von 11 % auf 9,5 Mrd. Dollar. Der Cloud-Umsatz kletterte im Berichtsquartal sogar um 33 %.

Für die Zukunft ist IBM positiv gestimmt, das Unternehmen lobt die Steuervorschläge des neuen Präsidenten Trump. Eine grundlegende Steuerreform würde IBM helfen, sagte Finanzvorstand Martin Schroeter. Konzernchefin Ginni Rometty hatte bereits im November erklärt, mit Trumps Vorhaben könnten US-Firmen Gewinne in die Weiterbildung von Angestellten investieren.

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