Berkshire Hathaway Aktie: Mehr Japan geplant
Berkshire Hathaway signalisiert weiteres Interesse an Japans Handelshäusern, konkrete Kaufpläne und der Umfang bleiben jedoch bislang offen.

- Weitere Japan-Käufe offenbar in Aussicht
- Fünf Handelshäuser profitieren an Tokios Börse
- Berkshire hält neun bis elf Prozent
- Konkreter Aufstockungsumfang bleibt noch offen
Berkshire Hathaway will seine Beteiligungen an Japans großen Handelshäusern offenbar weiter ausbauen. Das berichtete Bloomberg unter Berufung auf Itochu-Vorsitzenden Masahiro Okafuji, der sich Anfang September mit Berkshire-Chef Greg Abel getroffen hatte. Die Nachricht ließ die Aktien der betroffenen Konzerne in Tokio deutlich steigen.
Sumitomo Corp. legte am Donnerstag um 3,3 Prozent zu, die übrigen vier Handelshäuser – Mitsubishi, Mitsui, Itochu und Marubeni – gewannen zwischen 0,5 und 2,5 Prozent. Anleger werten die Aussagen als Bestätigung dessen, was Abel bereits Anfang des Monats gegenüber der Nikkei angedeutet hatte: Berkshire plane, seine Positionen in den sogenannten „Sogo Shosha“ auszubauen.
Ein Erbe aus der Buffett-Ära
Der Einstieg bei den fünf japanischen Handelskonzernen geht auf eine Initiative von Warren Buffett aus dem Jahr 2019 zurück. Damals lobte er die breit diversifizierten Geschäftsmodelle und die attraktiven Bewertungen der Unternehmen. Heute hält Berkshire zwischen 9 und 11 Prozent an jedem der fünf Konzerne, mit einem Gesamtwert von rund 35 Milliarden Dollar zum Jahresende 2025.
Mitsubishi Corp. bildet dabei die größte Einzelposition: Ein Anteil von 10,8 Prozent, bewertet mit rund 9,2 Milliarden Dollar. Die Handelshäuser gelten als eine der wenigen ausländischen Wetten, die Buffett über Jahre hinweg konsequent ausgebaut hat – ein Kontrast zu seiner sonst meist auf US-Werte fokussierten Strategie.
Dass Abel diesen Kurs unter neuer Führung fortsetzt, dürfte als Signal gewertet werden, dass Berkshire an der japanischen Wachstumsstory festhält. Konkrete Zahlen zu möglichen Zukäufen nannte das Unternehmen bislang nicht. Ob und in welchem Umfang die Aufstockung erfolgt, dürfte sich erst in kommenden Pflichtmitteilungen zu den Beteiligungshöhen zeigen.
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