Berkshire Hathaway Aktie: Teilverkauf bei DaVita?
Der DaVita-Verkauf brachte rund 69 Millionen Dollar ein; zugleich stieg Berkshires Beteiligung an Bending Spoons auf 4 Prozent.

- DaVita-Anteil bleibt bei 45 Prozent
- Rund 69 Millionen Dollar Verkaufserlös
- 330 Millionen Dollar für Bending Spoons
- Nächster Bericht betrifft das Septemberquartal
Berkshire Hathaway hat gestern einen Teil seiner DaVita-Beteiligung an das Unternehmen zurückverkauft. Laut Reuters belief sich der Verkaufserlös auf rund 69 Millionen $. Der verbliebene Anteil beträgt 45% beziehungsweise rund 28,31 Millionen Aktien. Damit steht hinter der Transaktion eine begrenzte Reduzierung des Engagements, kein vollständiger Rückzug.
Für Anleger ist diese Unterscheidung entscheidend. Der Verkauf bringt Berkshire Mittel ein; zugleich bleibt eine erhebliche Beteiligung an DaVita bestehen. Aus dem Teilverkauf allein lässt sich deshalb keine grundsätzliche Abkehr von der Beteiligung ableiten. Die verbleibende Position ist für die Einordnung ebenso wichtig wie der erzielte Erlös.
Beteiligungen mit unterschiedlichen Vorzeichen
Parallel zum DaVita-Verkauf steht eine zusätzliche Investition in Bending Spoons. Wie die Financial Times gestern berichtete, schloss Berkshire eine weitere Privatplatzierung ab. Das Volumen betrug 330 Millionen $. Bending Spoons gab dabei zehn Millionen Stammaktien zu jeweils 33,00 $ aus.
Die beiden Vorgänge zeigen unterschiedliche Richtungen innerhalb der Beteiligungen: Bei DaVita reduziert Berkshire die Position, bei Bending Spoons baut das Unternehmen sie aus. Eine direkte Verbindung zwischen Verkauf und Kauf lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Insbesondere wäre es voreilig, den DaVita-Erlös als ausdrücklich vorgesehene Finanzierung des anderen Engagements zu behandeln.
Berkshires Anteil an Bending Spoons stieg durch die Transaktion auf 4%. Bereits beim Börsengang im Juli 2026 hatte Berkshire 600 Millionen $ investiert. Die zusätzliche Privatplatzierung knüpft damit an eine bestehende Beteiligung an, statt ein neues Engagement zu begründen.
Quartalsbericht als nächster Termin
Für die Beurteilung der Kapitalverwendung sollten Anleger die Transaktionen zunächst getrennt betrachten. Der Rückverkauf an DaVita und die Aufstockung bei Bending Spoons belegen konkrete Veränderungen einzelner Positionen. Sie reichen für sich genommen aber nicht aus, um daraus eine umfassende Neuausrichtung von Berkshire abzuleiten.
Medienberichten zufolge soll Berkshire am 6. November den nächsten Ergebnisbericht vorlegen. Er betrifft das Septemberquartal. Für Anleger rückt damit neben den Beteiligungsveränderungen die Geschäftsentwicklung in den Mittelpunkt.
Die unmittelbare Aussage des DaVita-Verkaufs bleibt klar umrissen: Berkshire hat einen Teil der Position zu Geld gemacht und hält weiterhin einen erheblichen Anteil. Ein Ausstieg sieht anders aus.
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