Bertelsmann: Wird bei Penguin Random House aufgestockt?

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann könnte bei einer seiner wichtigsten Beteiligungen noch mal nachfassen. Es geht um den Buchverlag Penguin Random House, an dem Bertelsmann bereits die Mehrheit von 52 % besitzt. Mit-Gesellschafter Pearson hat nun bekannt gegeben, dass man von der vorhandenen Ausstiegsoption für die eigenen 47 % Gebrauch machen möchte.

Penguin Random House entstand 2013 aus der Zusammenlegung der Buchverlags-Geschäfte von Bertelsmann und Pearson. In der Verlagsgruppe sind insgesamt rund 250 redaktionell unabhängige Einzelverlage auf fünf Kontinenten operativ tätig. Zu den Star-Autoren der Gruppe gehören unter anderem John Grisham und Ken Follett. Penguin Random House erzielte 2015 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro und ein operatives EBITDA von 557 Millionen Euro.

Bertelsmann selbst hatte schon im vergangenen Jahr erklärt, dass man sich durchaus einen höheren Anteil an Penguin Random Haus vorstellen könne, um die eigenen Zielsetzungen einer Gewinnsteigerungen im Konzern zu erreichen. Allerdings war bislang die Devise, dass man keine vollständige Übernahme anstrebe, sondern eher mit 70-75 % Beteiligung zufrieden wäre.

Nun muss sich also Bertelsmann überlegen, wie man mit dem geplanten Ausstieg von Pearson umgeht. Natürlich verweist der deutsche Medienkonzern darauf, dass eine Aufstockung der Anteile von den finanziellen Konditionen abhängt. Grundsätzlich wäre aber eine Kombination wahrscheinlich, in der Bertelsmann einige Prozente übernimmt und der Rest an einen Finanzinvestor geht. Hier hätten sich bereits Interessenten gemeldet.

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