Bertrandt Aktie: 1.437 Stellen gestrichen, Umsatz minus 10 Prozent

Bertrandt streicht über 1.400 Stellen und senkt die Jahresprognose. Analysten reagieren mit drastisch reduzierten Kurszielen.

Die Kernpunkte:
  • Massiver Personalabbau von 1.437 Stellen
  • Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt
  • Operativer Verlust von 13 Millionen Euro
  • Kursziel der DZ Bank halbiert

Bertrandt zieht die Reißleine. Der Engineering-Dienstleister kämpft mit der schwachen Autokonjunktur und reagiert mit einem massiven Personalabbau auf die sinkende Auslastung. Die jüngsten Halbjahreszahlen untermauern den Ernst der Lage und zwingen das Management zu einer deutlichen Korrektur der Jahresziele.

Prognose gekappt, Verluste bleiben

Die Bilanz des ersten Halbjahres 2025/2026 spiegelt die Krise der Branche wider. Die Gesamtleistung sank deutlich auf rund 456,7 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 516,4 Millionen Euro in den Büchern. Das operative Ergebnis (EBIT) verharrte mit minus 13 Millionen Euro tief in der Verlustzone.

Angesichts dieser Zahlen korrigierte der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach unten. Statt des ursprünglich prognostizierten moderaten Anstiegs rechnet Bertrandt nun mit einem Umsatzrückgang von bis zu zehn Prozent. Das Sparprogramm „Fit for Future“ soll parallel dazu das operative Ergebnis stabilisieren.

Schrumpfkur als Reaktion auf Marktschwäche

Um die Kostenstruktur an das schwierigere Marktumfeld anzupassen, hat das Unternehmen innerhalb eines Jahres 1.437 Stellen gestrichen. Ende März 2026 beschäftigte der Konzern noch 11.744 Mitarbeitende. Dieser Stellenabbau ist die direkte Antwort auf verzögerte Kundenabrufe, die den hohen Auftragsbestand blockieren.

Trotz der prekären Lage investiert Bertrandt weiter in Zukunftsthemen wie automatisiertes Fahren und autonome Shuttles. Auf dem jüngsten Capital Market Day in Ehningen versuchte das Management, Vertrauen in die langfristige Strategie zurückzugewinnen. Die kurzfristige Realität bleibt jedoch von harten Einschnitten geprägt.

Analysten halbieren Kursziele

Die Reaktion am Kapitalmarkt fiel drastisch aus. Die DZ Bank halbierte ihr Kursziel für das Papier von 25 auf 12,50 Euro. Trotz der massiven Senkung bleibt das Institut bei seiner Kaufempfehlung.

Die Aktie beendete die Handelswoche bei 10,25 Euro. Allein am Freitag verlor der Titel rund 5,5 Prozent an Wert.

Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits knapp 47 Prozent an Wert verloren. Mitte Mai markierte der Kurs bei 9,52 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Bertrandt setzt nun verstärkt auf die Portfolioerweiterung bei Verbrenner- und Hybridfahrzeugen, um die schwache Auslastung im Segment der Elektromobilität auszugleichen.

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