Bertrandt Aktie: 10,10 Euro markieren neues Jahrzehnt-Tief
Bertrandt rutscht trotz voller Auftragsbücher in die Verlustzone. Die Aktie fällt auf ein neues Jahrtausendtief, während der Konzern mit Sparmaßnahmen gegensteuert.

- Aktie erreicht neuen Tiefststand
- Operativer Verlust im zweiten Quartal
- Jahresprognose nach unten korrigiert
- Sparprogramm mit 90 Millionen Euro Ziel
Bertrandt kämpft mit der Realität. Trotz voller Auftragsbücher rutscht der Engineering-Dienstleister tief in die roten Zahlen. Die Aktie markierte in dieser Woche bei 10,10 Euro einen neuen Tiefpunkt im laufenden Jahrzehnt.
Die vorläufige Bilanz für das erste Halbjahr 2025/2026 belastet die Stimmung massiv. Der Konzern erwirtschaftete eine Gesamtleistung von 457 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 516,4 Millionen Euro.
Besonders das operative Ergebnis enttäuscht. Im zweiten Quartal verbuchte Bertrandt ein EBIT von minus 13 Millionen Euro. Das Management sieht die Gründe in einer schwachen Auslastung und der verzögerten Markterholung.
Parallel dazu erschweren geopolitische Spannungen die Planung. Die Konsequenz ist eine revidierte Jahresprognose. Statt eines leichten Wachstums erwartet der Vorstand nun einen Umsatzrückgang von bis zu zehn Prozent.
An der Börse spiegelt sich dieser Pessimismus deutlich wider. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie fast 47 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 10,25 Euro notiert das Papier rund 43 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Das Sparprogramm „Fit for Future“ soll den Abwärtstrend stoppen. Bertrandt strebt Einsparungen von rund 90 Millionen Euro an. Das Ziel: die Kostenstruktur nachhaltig verbessern.
Ein weiterer Pfeiler der Strategie ist die Diversifikation. Bis 2027 soll der Anteil außerhalb des Fahrzeugsektors auf 25 Prozent steigen. Ein Beispiel ist die Medizintechnik. Hier präsentierte Bertrandt kürzlich auf der Fachmesse MedtecLIVE neue Entwicklungslösungen.
Finanziell steht der Konzern trotz der Verluste auf einem stabilen Fundament. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 46 Prozent. Das Unternehmen zahlte zudem ein Schuldscheindarlehen über 103 Millionen Euro zurück und straffte so die Bilanz.
Im Mai 2026 veröffentlicht Bertrandt den vollständigen Halbjahresbericht. Zeitgleich findet ein Capital Market Day statt. Dort muss das Management belegen, wie weit die Restrukturierung in den Bereichen Digital Engineering und Luftfahrt bereits fortgeschritten ist.
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