Bertrandt Aktie: Talfahrt mit Ansage?
Der deutsche Ingenieurdienstleister Bertrandt verzeichnet nach neun Monaten einen operativen Verlust von fast 39 Millionen Euro. Projektverschiebungen bei Premiumkunden und Branchendruck belasten das Geschäft.

- Operativer Verlust von 38,94 Millionen Euro nach neun Monaten
- Projektverzögerungen bei Audi, Porsche und Lamborghini
- Personalabbau um zwölf Prozent als Gegenmaßnahme
- Aktie verliert über 18 Prozent innerhalb eines Jahres
Die Zahlen sind ernüchternd: Bertrandt, der Ingenieurdienstleister für die Autoindustrie, steckt tief in der roten Zone. Ein milliardenschweres Minus im operativen Geschäft und ein Konzernverlust von fast 44 Millionen Euro nach neun Monaten zeichnen ein klares Bild. Doch was treibt den einstigen Hidden Champion der deutschen Zuliefererbranche so ins Abseits?
Düstere Quartalszahlen: Ein Blick in die Bücher
Die jüngsten Ergebnisse lesen sich wie eine Abwärtsspirale. Im dritten Quartal belief sich der operative Verlust (EBIT) auf -24,56 Millionen Euro – eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Kumuliert für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres steht ein EBIT von -38,94 Millionen Euro zu Buche.
Die Haupttreiber für diese Entwicklung sind vielfältig und tief in den aktuellen Marktproblemen verwurzelt:
* Branchendruck: Die strukturelle Schwäche der deutschen Automobilindustrie, die rund 87 % des Bertrandt-Umsatzes ausmacht, lastet schwer auf dem Geschäft.
* Projektverschiebungen: Softwareprobleme und Plattformverzögerungen bei Premium-Kunden wie Audi, Porsche und Lamborghini führten zu Auftragsausfällen.
* Einmaleffekte: Eine Strafzahlung und Währungsverluste infolge der Euro-Dollar-Krise taten ihr Übriges.
Als Reaktion hat das Management den Personalbestand bereits um 12 % reduziert – eine schmerzhafte, aber notwendige Maßnahme.
Transformation in der Krise: Kann die Wende gelingen?
CFO Markus Ruf betont die „Technologieoffenheit“ des Unternehmens als USP. In einer Zeit, in der die deutsche Autoindustrie nicht mehr blind auf reine E-Mobilität setzt, könnte dies ein Trumpf sein. Das hohe Volumen an angefragten Entwicklungsleistungen deutet auf einen langfristigen Bedarf hin.
Doch die Gretchenfrage bleibt: Reicht das, um den Abwärtstrend zu stoppen? Das Ergebnisoptimierungsprogramm „Fit for Future“ muss jetzt liefern. Die Aktie notiert bei 19,22 Euro und hat allein in den letzten zwölf Monaten über 18 % an Wert verloren. Sie befindet sich klar im Bärenmarkt, noch immer rund 30 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Ausblick: Alles hängt an der Autobranche
Das Management prophezeit eine vorsichtige Erholung des Automobilsektors in der zweiten Jahreshälfte 2025. Die Hoffnung lebt, doch für Anleger wird Geduld zur Tugend. Die nächsten Quartalszahlen und der vollständige Jahresbericht werden zeigen, ob Bertrandt die Trendwende aus eigener Kraft schafft oder weiter im Strudel der Branchenkrise gefangen bleibt.
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