Beyond Meat Aktie: 27,6-Prozent-Einbruch im Restaurant-Geschäft
Beyond Meat verzeichnet elf Prozent Kursverlust nach schwachen Zahlen. Die Restrukturierung sichert die Notierung, verwässert aber bestehende Anteile erheblich.

- Kursverlust von elf Prozent
- US-Nachfrage bricht deutlich ein
- Aktienzusammenlegung zur Notierungssicherung
- Hoher Cashburn trotz Sparmaßnahmen
Beyond Meat kämpft an zwei Fronten. Während der Fleischersatz-Pionier seinen Aktienkurs künstlich stützt, bricht das operative Geschäft weg. Anleger reagierten zu Wochenbeginn mit massiven Verkäufen und schickten das Papier um elf Prozent nach unten.
Schwache Nachfrage in den USA
Die Nachfrage nach pflanzlichen Fleischalternativen schwindet im Heimatmarkt rapide. Besonders das Geschäft mit Restaurants und Kantinen brach im zweiten Quartal um 27,6 Prozent ein. Dieser Einbruch lässt sich kaum durch Preiserhöhungen in Übersee kompensieren.
Das Management erwartet für das laufende dritte Quartal lediglich Erlöse zwischen 60 und 65 Millionen Dollar. Damit setzt sich die Abwärtsspirale beschleunigt fort. Der Markt für Ersatzproteine scheint sich noch lange nicht zu stabilisieren.
Aktienzusammenlegung und Verwässerung
Um die Nasdaq-Notierung zu retten, legte Beyond Meat 30 Aktien zu einer neuen zusammen. Dieser Schritt kaschiert jedoch nur die enorme Verwässerung der vergangenen Monate. Durch die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital war die Zahl der Papiere zuvor auf über 515 Millionen explodiert.
Die Schuldenlast sank durch diesen Tausch zwar auf 323,8 Millionen Dollar. Im Gegenzug halten Altaktionäre nun deutlich geringere Anteile am Unternehmen. Das Ziel der Restrukturierung ist zwar erreicht, der Preis für die Anleger bleibt jedoch hoch.
Hoher Cashburn trotz Sparmaßnahmen
Das Management senkt die Kosten mit drastischen Maßnahmen. Dazu gehören die Schließung des Standorts in China und ein deutlich kleineres Sortiment. Immerhin verbesserte sich der freie Cashflow im ersten Halbjahr auf minus 27,2 Millionen Dollar.
Parallel dazu hält der Konzern Barreserven von 186,1 Millionen Dollar. Dennoch sank die Bruttomarge zuletzt auf nur noch 8,5 Prozent. Das ursprüngliche Versprechen profitabler Massenproduktion ist damit vorerst gescheitert.
Beyond Meat steht nun unter strenger Beobachtung der Börsenaufsicht. Das Unternehmen muss in einer zwölftägigen Frist beweisen, dass der Kurs stabil über der Mindestgrenze von einem Dollar bleibt. Angesichts der schwachen Prognose für den Herbst ist das alles andere als sicher.
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