Beyond Meat Aktie: Zerbrochene Träume?

Eine neue Sammelklage wegen irreführender Angaben zu Abschreibungen setzt Beyond Meat zusätzlich unter Druck, während der Aktienkurs im Penny-Stock-Bereich verharrt.

Die Kernpunkte:
  • Neue Sammelklage wegen irreführender Angaben
  • Aktienkurs notiert deutlich unter 1 US-Dollar
  • Umsatzrückgang und operative Verluste belasten
  • Neue Protein-Getränke als strategischer Gegensteuerungsversuch

Beyond Meat startet holprig ins neue Jahr: Die Aktie notiert klar unter 1 Dollar, während eine neue Sammelklage das Unternehmen juristisch unter Druck setzt. Der Titel bewegt sich damit weiter im Penny-Stock-Bereich – und der Kurs hat in den vergangenen zwölf Monaten deutlich nachgegeben. Doch worum geht es bei den Vorwürfen konkret?

  • Kurs zuletzt bei rund 0,76 US-Dollar
  • Rund -80% in den vergangenen zwölf Monaten
  • Neue Class-Action-Klage wegen angeblich irreführender Aussagen zu Abschreibungen

Sammelklage wegen 2025er Offenlegungen

Am Samstag meldete die Kanzlei Pomerantz LLP die Einreichung einer Sammelklage gegen Beyond Meat. Vertreten werden Anleger, die zwischen dem 27. Februar 2025 und dem 11. November 2025 Aktien gekauft haben.

Der Vorwurf: Beyond Meat habe in diesem Zeitraum wesentlich falsche oder irreführende Angaben zu den eigenen Geschäftsabläufen gemacht – konkret zur Notwendigkeit größerer Abschreibungen auf Vorräte und langfristige Vermögenswerte.

Im Zentrum stehen Meldungen aus Oktober und November 2025. Damals hatte Beyond Meat signifikante nicht zahlungswirksame Belastungen offengelegt. Genannt wurde unter anderem eine Rückstellung von 77,4 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Lagerbeständen sowie dem Rückzug aus dem Direktkundengeschäft in China. Nach diesen Offenlegungen folgten laut Bericht zweistellige Kursrückgänge.

Operativer Druck und angespannte Finanzlage

Auch abseits der Klage bleibt die finanzielle Lage ein Belastungsfaktor. Im dritten Quartal 2025 sank der Umsatz um mehr als 13% auf rund 70,2 Millionen US-Dollar.

Auf der Bilanzseite stechen zwei Punkte heraus:
über 1,1 Milliarden US-Dollar an Wandelschuldverschreibungen (Convertible Notes)
– rund 117 Millionen US-Dollar an Barmitteln laut jüngsten Meldungen

Zusätzlich steht die Profitabilität unter Druck. Im zuletzt gemeldeten Quartal rutschte die Bruttomarge auf etwa 10,3% ab. Für November 2025 wurde zudem ein operativer Verlust von 112,3 Millionen US-Dollar genannt.

Neuer Anlauf mit Protein-Getränken

Gegen die negativen Trends versucht Beyond Meat gegenzusteuern und das Sortiment über Burger-Alternativen hinaus zu erweitern. Am 15. Januar brachte das Unternehmen „Beyond Immerse“ auf den Markt – Protein-Getränke, etwa in den Sorten Peach-Mango und Lemon-Lime.

Das Produkt zielt auf Konsumenten, die GLP-1-Medikamente zur Gewichtsreduktion nutzen und häufig auf eine höhere Proteinzufuhr achten. Der unmittelbare Effekt dürfte jedoch begrenzt bleiben: Die Getränke sind laut Bericht zunächst nur über die eigene Direct-to-Consumer-Seite „Beyond Test Kitchen“ erhältlich.

Zum Wochenendstand notierte die Aktie bei etwa 0,76 US-Dollar und blieb damit unter der Marke von 1 Dollar, während die Sammelklage an die 2025er Abschreibungen anknüpft und das ohnehin fragile Anlegervertrauen zusätzlich testet.

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