BHP: 8,4 Milliarden für Jansen-Potash

BHP erzielt Rekordwerte im Eisenerzgeschäft, während Milliarden in Kupfer- und Kaliprojekte fließen. Die Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Hoch.

Die Kernpunkte:
  • Eisenerz-Produktion steigt auf Rekordniveau
  • Kupfer-Förderung sinkt trotz Preisrallye
  • Milliarden-Investition in Jansen-Kaliprojekt
  • CEO-Wechsel zu Brandon Craig im Juli

BHP steht an einem strategischen Wendepunkt. Während das angestammte Eisenerz-Geschäft die Kassen füllt, fordern ambitionierte Projekte in den Bereichen Kupfer und Kali massives Kapital. Die Aktie markierte am Mittwoch mit 35,80 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.

Eisenerz stützt die Bilanz

Das Geschäft in Westaustralien bleibt das Fundament des Konzerns. Die Produktion stieg im bisherigen Geschäftsjahr um zwei Prozent auf 197 Millionen Tonnen. Rekordmengen beim Abbau und eine hohe Auslastung der Anlagen sichern den notwendigen Cashflow für die Transformation.

Indes zeigt das Kupfer-Segment operative Herausforderungen. Die Produktion sank im Neunmonatszeitraum bis März 2026 um drei Prozent auf 1.461 Kilotonnen. Ein kräftiger Preisanstieg auf durchschnittlich 5,47 Dollar je Pfund konnte die geringeren Mengen am Markt bisher jedoch überkompensieren.

Milliardeninvestitionen in Kanada

Ein zentraler Baustein der langfristigen Strategie ist das Jansen-Kaliprojekt. Die Schätzung für die erste Phase beläuft sich nun auf 8,4 Milliarden US-Dollar inklusive Reserven. Die erste Produktion in Kanada ist für Mitte 2027 geplant.

BHP richtet das Kapital konsequent neu aus. Rund 65 Prozent der mittelfristigen Investitionen sollen in Kupfer- und Kaliprojekte fließen. Ziel ist eine Diversifizierung weg von klassischen Stahl-Rohstoffen hin zu Metallen, die für die globale Energiewende benötigt werden.

Im Juli 2026 steht ein Wechsel an der Spitze an. Brandon Craig soll die Nachfolge von Mike Henry als CEO antreten. Die finanzielle Basis gilt mit einem Verschuldungsziel von rund 15 Milliarden US-Dollar zum Ende des Geschäftsjahres 2025 als stabil.

An der Börse wird der Bergbau-Riese aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 20 bewertet. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte die Aktie um rund 66 Prozent.

Seit Jahresbeginn legte der Kurs um etwa 35 Prozent zu. Im Fokus steht nun, ob die Effizienzsteigerungen im Schienenverkehr die ehrgeizigen Produktionsziele von über 305 Millionen Tonnen Eisenerz pro Jahr absichern können. Im Kupfer-Bereich müssen die Integration des „Full SaL“-Projekts und das Vicuña-Joint-Venture in den kommenden Quartalen für stabilere Fördermengen sorgen.

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