BHP Aktie: Kupfer-Schwäche trotz Rekord?

Der bereinigte Jahresgewinn legte um 30 Prozent zu; BHP hält trotz geringerer Kupferproduktion an seinem Förderziel fest.

Die Kernpunkte:
  • Kupfer lieferte erstmals den größeren Ergebnisanteil
  • Bereinigter Gewinn stieg um 30 Prozent
  • Kupferproduktion sank im ersten Quartal um 19 Prozent
  • BHP behielt die Jahresprognose unverändert bei

Kupfer hat bei BHP erstmals mehr als die Hälfte zum Ergebnis beigetragen. Das berichtete CEO Brandon Craig gestern in seiner Rede zur Hauptversammlung. Der bereinigte zurechenbare Gewinn stieg im Geschäftsjahr 2026 um 30%. Damit gewinnt das Metall für die Ergebnisentwicklung an Gewicht – während die jüngsten Produktionszahlen einen Rückgang zeigen.

Für Anleger stehen deshalb zwei unterschiedliche Entwicklungen nebeneinander: BHP blickt auf einen gestiegenen Jahresgewinn zurück, muss bei der Kupferförderung aber einen schwächeren Quartalsauftakt bewältigen. Die unveränderte Produktionsprognose bildet dabei den entscheidenden Maßstab für die kommenden Quartale.

Jahresergebnis unterstreicht Bedeutung von Kupfer

Nach Craigs Angaben erreichte das bereinigte EBITDA US$33 Milliarden. Der bereinigte zurechenbare Gewinn belief sich auf US$13 Milliarden. Die Zahlen beschreiben das abgeschlossene Geschäftsjahr und sind von der jüngsten operativen Entwicklung zu unterscheiden.

Dass Kupfer erstmals den Ergebnismehranteil lieferte, macht die Förderung des Metalls besonders relevant für die Einordnung des Konzerns. Ein schwächeres Produktionsquartal ist allerdings nicht mit einem entsprechenden Gewinnrückgang gleichzusetzen. Die am Dienstag veröffentlichte operative Bilanz betrifft zunächst die Fördermengen.

Weniger Kupfer, unverändertes Jahresziel

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 produzierte BHP 400.700 Tonnen Kupfer. Das waren 19% weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang steht damit im Kontrast zur gewachsenen Bedeutung des Metalls im abgeschlossenen Geschäftsjahr.

BHP reagierte darauf nicht mit einer Senkung des Jahresziels. Die beibehaltene Prognose signalisiert, dass der Konzern seine bisherige Planung trotz des schwächeren Auftakts weiterhin zugrunde legt. Sie ist jedoch eine Erwartung und kein bereits erreichtes Produktionsergebnis.

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet BHP unverändert eine Kupferförderung von 1,65–1,80 Millionen Tonnen. Die Eisenerzproduktion entwickelte sich im Auftaktquartal dagegen positiv.

Damit verlief die operative Entwicklung nicht über alle Rohstoffe hinweg gleich. Während Kupfer gegenüber dem Vorjahr nachgab, meldete BHP beim Eisenerz einen Produktionsanstieg von 4%.

Kaufempfehlung trotz schwächerem Förderauftakt

Ord Minnett stufte BHP am Dienstag auf „Kaufen“ hoch und setzte das Kursziel auf A$63,00. Die positive Analystenaktion fällt damit in dieselbe Woche wie der operative Quartalsbericht.

Für die weitere Beurteilung bleibt vor allem das Verhältnis zwischen Ergebnisbeitrag und Förderentwicklung wichtig. Kupfer trägt inzwischen den größeren Teil zum Ergebnis bei. Ob BHP die unveränderte Jahresprognose erfüllt, wird daher ein zentraler Prüfstein für die operative Entwicklung.

Anzeige

Stand heute, 24. Oktober: BHP – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in BHP investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 24. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

BHP: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu BHP